documenta 13: Carolyn Christov-Bakargiev kündigt Buchprojekt für Ende 2010 an

Viel Raum für Notizen

Jetzt gibt sie den Kurs vor: Carolyn Christov-Bakargiev (rechts) mit den früheren künstlerischen Leitern (v. l.) Jan Hoet, Catherine David, Okwui Enwezor und Roger M. Buergel im Herbst bei der documenta-Tagung in Rivoli. Foto: von Busse

Kassel. Bereits vor der documenta im Jahr 2012 wird es eine Serie von Veröffentlichungen geben. Die künstlerische Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev plant ab Ende 2010 eine umfangreiche Reihe von Büchern mit dem Titel „100 Notizen - 100 Gedanken“.

Für diese Notizbücher sollen Autoren unterschiedlicher Disziplinen gewonnen werden: neben Kunst Naturwissenschaft, Philosophie, Psychologie, Anthropologie, Wirtschafts- und Politikwissenschaft, Linguistik, Literaturwissenschaft und Lyrik. Alle documenta-Publikationen, auch den Katalog und Projekte mit ausgewählten Künstlern, wird der Hatje Cantz Verlag veröffentlichen - wie bereits 1992, 1997 und 2002. Leiterin der Publikationsabteilung der documenta 13 wird Dr. Bettina Funcke. Die deutsche Autorin und Publizistin war von 2000 bis 2007 Redakteurin für die Dia Art Foundation und von 2007 bis 2010 leitende Redakteurin bei der US-amerikanischen Ausgabe der Zeitschrift „Parkett“. Sie lebt in New York.

„Die dOCUMENTA (13) betont das Unfertige in Aussagen und Erklärungsmodellen“, heißt es in einer Pressemitteilung. In diesem Sinne seien die Notizbücher konzipiert. „Notizen sind spekulativ, markieren einen vorläufigen Moment und funktionieren als Gedächtnisstütze oder Gedankenspur.“ Es sollen ein „geistiger Arbeitsraum“ sowie ein Forschungsraum dafür entstehen, wie das Denken als Ausgangspunkt für menschliche Vorstellungen von der Welt funktioniert.

Die nächste documenta will „untersuchen, wie Wissen, Ideen und Visualität in der Kunst und ihrem Umfeld entstehen“. Christov-Bakargiev: „Der Verstand muss erweitert und flexibel genug gemacht werden, um Raum zu schaffen für das Mögliche.“

Von Mark-Christian von Busse

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