Neu im Kino:

"Sams im Glück" - Toll besetzt und für die ganze Familie geeignet

Sorgen für manche Knalleffekte im Kino: Das Sams (ChrisTine Urspruch) und Herr Taschenbier (Ulrich Noethen) nach einer Explosion. Foto:  Universum

Als Bruno Taschenbier zum Sams geworden ist, sieht er die Welt mit anderen Augen. Der unscheinbare Familienvater sitzt hinter dem Steuer seines Wagens und sagt: „Wenn ich ein Rückwärtsgang wäre, wäre ich ganz betrübt, weil man mich so wenig benutzen würde.“

Dann rast er mit seinem Auto einfach mal rückwärts durch das schöne Bamberg. Ein anderes Mal kapert er einen Linienbus, bricht in eine Schokoladenfabrik ein und landet im Gefängnis.

Dritte Verfilmung

Zurück in die Zukunft lautet das Motto für „Sams im Glück“, die dritte Verfilmung aus der Kinderbuchreihe von Paul Maar, von der mehr als viereinhalb Millionen Exemplare verkauft wurden. Mit der sollte eigentlich schon vor drei Jahren Schluss sein. Aber dann fragte die Schauspielerin ChrisTine Urspruch, die seit 2001 als kindähnliches Wesen im Taucheranzug und mit Schweinsnase zu sehen ist, Maar und Produzent Ulrich Limmer, ob es nicht doch weitergehen könne.

Gemeinsam schrieben sie Roman und Drehbuch und machten nur einen Fehler. Eigentlich müsste der Titel „Herr Taschenbier im Glück“ lauten. Der befindet sich in einer kleinen Lebenskrise und wird Opfer der Sams-Regel 418: Lebt ein Sams zehn Jahre, zehn Tage und zehn Stunden bei einem Menschen, wird dieser zum Sams. Zur Verwunderung seiner Frau (Aglaia Szyszkowitz) verhält sich Herr Taschenbier immer merkwürdiger, isst Stifte sowie den Kühlschrank leer und verhaut Bösewichte.

Es ist ein Spaß, Ulrich Noethen dabei zuzusehen, wie er sich immer wieder mit einem infantilen Grinsen vom Mann zum Sams-Kind verwandelt. Für seinen Taschenbier geht es also ebenfalls zurück in die Zukunft. Urspruch hat als Sams ohnehin alle Sympathien. Daneben überzeugen hochkarätige Namen wie Eva Mattes, Armin Rohde, Anna Thalbach, August Zirner und Gustav Peter Wöhler.

Regisseur Peter Gersina zeigt, dass man Kinder auch ohne aufwendige Tricktechnik bestens unterhalten kann. Bei der Vorabpremiere hatten die Kleinen ihren Spaß, am lautesten lachte indes ein Vater. Manchmal ist es schön, dass sich auch Erwachsene wie Kinder freuen können.

Genre: Familienkomödie

Ohne Altersbeschränkung

Wertung: Vier Sterne

www.hna.de/kino

Von Matthias Lohr

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