Viel Spielfreude: Jubiläumskonzert der Hot Four Jazzband im Theaterstübchen

Die Hot Four Jazzband im Stübchen: (von links) Gregor Kilian (Klavier), Dieter Werner (Klarinette), Béla von Serényi (Banjo) und Jürgen Sprenger (Trompete). Foto: Zgoll

Kassel. Na, das war eine verschmitzte Ankündigung: „Sie sind zehn Jahre älter geworden und sehen zehn Jahre jünger aus“, sagte der Theaterstübchen-Chef Markus Knierim, als er die Hot Four Jazzband am Dienstag in seinem Club begrüßte. Seit zehn Jahren spielen die vier in unveränderter Besetzung zusammen, und das war auch bei ihrem Jubiläumskonzert zu bemerken.

Begeisterten Beifall im gut gefüllten Keller-Stübchen gab es für das sichere Zusammenspiel und die ungebremste Musizierlust des Klarinettisten, Saxofonisten und Sängers Dieter Werner aus Bad Arolsen, des Trompeters Jürgen Sprenger aus Bad Hersfeld, des Banjo-Spielers Béla von Serényi aus Warburg und des Pianisten Gregor Kilian aus Göttingen.

Mit kompaktem Bandklang wie profilierten solistischen Beiträgen entführten sie in die Epoche des frühen Jazz zwischen 1915 und 1930 – in eine Zeit, als Josephine Baker den Charleston tanzte und die Füße zappelten. „Fidgety Feet“, geschrieben von Nick LaRocca, war es eines der vielen Stücke bei diesem „schlagzeuglosen“, im Sitzen absolvierten und doch rhythmisch belebten Auftritt.

Vom „Royal Garden Blues“ bis zum abschließenden „Glory Hallelujah“ reichte der 160-minütige Reigen. Besonders schön waren die eloquent-strahlende Trompete Jürgen Sprengers und das Klavierspiel von Gregor Kilian, der einige spektakuläre Einlagen lieferte.

Einmal bearbeitete der Göttinger Pianist den Flügel gleichzeitig mit einer Melodica. Dann wieder ging er bei einem heißen Boogie-Woogie in die Knie, was auch in einer Live-Übertragung auf den Monitoren zu sehen war. In dem technisch vorzüglich ausgestatteten Club gibt es sechs Bildschirme. Zwei neue hängen nun unmittelbar vor der Bühne.

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