Kurs der Söhre-Schule überzeugte mit Können und witzigen Dialogen

Viel Theater um einen Kuss

Lippenbekenntnis: Corinna (Melanie Frese) soll einen Jungen küssen. Foto: Schoelzchen

Kassel. Frühlingszeit – Zeit der knospenden Gefühle. Wenn die sich einstellen, dann gleicht die Spannungsmeile bis zum ersten Kuss nicht selten einem emotionalen Minenfeld. Nicht so bei Corinna (Melanie Frese). Ihr Kuss ist nur ein Bühnenkuss und deswegen „alles doch nur eine Rolle“.

Obwohl ihr kussvolles Lippenbekenntnis als „Prinzessin Zicke von Zauberschloss“ nur dem geplanten Happy End eines Theaterstückes dienen soll, sind ihre Eltern wenig erfreut. Und auch Corinnas Freundinnen blasen zum Sturm gegen ihren Bühnenpartner: „Der sondert massenweise Speichel ab und kennt kein Deo.“

Dass bei so viel Kritik eine „Kusskrise“ (Autor: Hans-Peter Tiemann) droht, diente den jungen Darstellern des Kurses für darstellendes Spiel der Söhre-Schule Lohfelden als Ausgangspunkt für das überaus amüsante Theater um eine Theateraufführung (Leitung: Axel Theis/Petra Sturm-Thomas). Am Freitag präsentierten die spielfreudigen 15- bis 16-Jährigen ihre „Kusskrise“ auf der Bühne der Montessori-Theaterschule Déjà Vu, die von Petra Sturm-Thomas geleitet wird.

Zwei Darsteller hatten wegen Krankheit und ein amerikanischer Austauschschüler wegen Flugverbots in Windeseile ersetzt werden müssen. Doch das tat dem Bühnen-Vergnügen keinen Abbruch. Die Inszenierung überzeugte mit witzigen Dialogen und spritzigen Regieeinfällen (eine weibliche Putzkolonne, die im Blitzkurs das Küssen erlernen soll). Das junge Publikum hatte seinen Spaß und applaudierte lautstark.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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