In vielen Stilen zu Hause: Ein Konzert zum 20. Geburtstag von Trio Motion

20 Jahre Zusammenspiel: Das Trio Motion mit (von links) Constanze Betzl, Rüdiger Pawassar und Bernhard Betzl. Foto: Zgoll

Kassel. Zum Geburtstag gab es virtuose Rhythmen und bunte Klangfarben: Das Ensemble Trio Motion mit Constanze Betzl (Querflöte), Bernhard Betzl (Vibrafon) und Rüdiger Pawassar (Marimba) feierte am Montagabend sein zwanzigjähriges Bestehen mit einem abwechslungsreichen Querschnitt durch seine Geschichte.

Rund 150 Zuhörer waren dazu in das Opernfoyer des Staatstheaters gekommen. „Was uns zusammenhält“, sagte Bernhard Betzl, „ist die Freude an der Musik und das immer neue Ausprobieren der Möglichkeiten in unserer ungewöhnlichen Besetzung.“

Mit instinktiv sicherer Koordination gestalteten er und Pawassar das Fundament des Stücks „Breath and Bars“, das der 2013 verstorbene Kasseler Komponist Jean Sevriens eigens für das Ensemble komponierte. In Maurice Ravels „Pavane pour une Infante Défunte“ ergänzte die Flötistin Constanze Betzl stilsicher die sanften Melodiebögen.

Archaischer und ausgelassener ging es in den ungarischen Bauernliedern von Béla Bartók zu, gefolgt von Ulli Göttes minimalistisch vibrierenden „Hommages à Weather Report“. Zwei jazzig inspirierte Stücke Heike Beckmanns leiteten zum improvisationsreicheren Teil über.

Gemeinsam mit dem Kasseler Bassisten Heiko Pape als Gast entstand stimmungsvoller, kammermusikalisch ausgeloteter Jazz von Größen wie Bill Evans und Chick Corea. Pape wechselte virtuos zwischen gezupftem und gestrichenem Kontrabass und E-Bass. Zu einem Höhepunkt seine drei Eigenkompositionen, besonders das spanisch inspirierte „Otra Vez“.

Dem virtuos arrangierten Fusion-Klassiker „Birdland“ folgte als Zugabe die Filmmusik zu „Cinema paradiso“ in einem vom Publikum herzlich gefeierten Jubiläumskonzert.

Von Felix Werthschulte

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