Eisenbahnchor „Flügelrad“ feierte sein 100-jähriges Bestehen

Vielstimmiges Fest

Vereint beim Jubiläum: Der Eisenbahnchor Flügelrad (in Blau) singt gemeinsam mit dem Männer-Quartett-Verein Helsa (in Rot) unter der Leitung von Michael Gerisch. Foto: Malmus

Kassel. „Klinge mein Lied! Werde zur Tat, wie Welten verbindet das Flügelrad.“ Dieser Sängerspruch der Eisenbahner mag auch schon vor 100 Jahren gesungen worden sein. Beim großen Chorjubiläum, das der Kasseler Eisenbahnchor „Flügelrad“ am Samstag mit einem Festkonzert in der Kirche Herz Mariä feierte, stand dieser Chorsatz am Anfang.

Tradition spielt eine große Rolle in dem heute 40-köpfigen Männerchor, wie der Vorsitzende Josef Blaauw bei der Begrüßung in der voll besetzten Kirche betonte. Das alte deutsche Liedgut zu pflegen, sehen die „Flügelrad“-Sänger auch heute als ihre Aufgabe an. Dass der Chor ein wichtiges Element der Kontinuität bei den Eisenbahnern ist, bescheinigte ihm auch Dr. Klaus Vornhusen, der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für Hessen, in seinem Grußwort. Den Ehrentitel Traditionschor der Eisenbahner trägt der Kasseler Chor jedenfalls mit Recht.

Unter der Leitung von Michael Gerisch zeigte der „Flügelrad“-Chor dann im Konzert die guten Qualitäten eines Männerchores: sichere Intonation, Ausgewogenheit der Stimmen, klare Diktion.

Zwei befreundete Chöre waren nicht nur Gäste des Festkonzerts, sie wirkten auch tatkräftig mit: Der Männer-Quartett-Verein Helsa mit seinem Leiter Christian Lehmann und aus der Schweiz der Sängerbund Romanshorn unter der Leitung von Rolf Schädler.

Jeder Chor trug etwas Spezielles zum Gelingen bei: die Gäste aus Helsa erfreuten die Zuhörer mit Comedian-Harmonists-Titeln („Ein Freund, ein guter Freund“), und die Romanshorner hatten ein Alphornstück mitgebracht. Besonders eindrucksvoll wurde es im letzten Konzertteil, als sich alle drei Chöre zu einem 80-köpfigen stimmgewaltigen Ensemble vereinten und für Klassiker wie „Glocken der Heimat“ viel Beifall ernteten.

Von Werner Fritsch

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