Vielversprechend: Die Bands Louis On The Run und 4Lane im Theaterstübchen

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Rockmusik mit Herz: 4Lane mit Michael Hopka (links) und Julian Kretzschmar im Theaterstübchen.

Kassel. Da schmilzt man auf seinem Platz doch fast davon. Der mehrstimmige Gesang streichelt, die Solostimmen und die Musik ebenfalls: Louis On The Run nennt sich das Trio, das am Donnerstag den Abend im Theaterstübchen eröffnete.

Zwei Kasseler Nachwuchsbands stellten sich im gut gefüllten Club vor. Zunächst das Folke-Trio, dann die Alternative-Rocker von 4Lane.

Kaum zu glauben, dass Philipp Löffler (Gitarre/Gesang), Jurina Luka (Gesang) und Jens Opper (Gitarre/Gesang) erst seit vier Monaten zusammenspielen. Arrangements und Abstimmung verraten das nicht. Die Musik – Neo-Folk – berührt und passte wunderbar zu den Teelichtern, die auf den Tischen standen. Zwei Gitarren, drei Stimmen und alles mit Gefühl. Nicht nur die Besucher waren begeistert, auch Theaterstübchen-Chef Markus Knierim: „Wenn ihr eine CD fertighabt, könnt ihr hier ein ganzes Konzert geben“, versprach er. Schade nur, dass die Band auf Ansagen meist verzichtete.

Das Publikum genoss die Balladen-Musik ebenso wie dann die „Rockmusik mit Herz“ der Formation 4Lane. Seit vier Jahren spielt das Quartett zusammen. „Bei uns kommt alles aus dem Herzen. Wir könnten nie einfach nur runterspielen“, sagte Bassist David Just und sprach damit aus, was auch Schlagzeuger Dirk Schäfer und Gitarrist Michael Hopka denken.

Und natürlich Julian Kretzschmar. Er steht als Sänger und Frontmann im Mittelpunkt und ist das beste Beispiel dafür, dass eine Rock-Gesangsstimme, auch ohne über extreme Höhen zu verfügen, richtig toll klingen kann. Die Formation setzt überwiegend auf Eigenkompositionen, und die kommen vom harten Abgehstück bis zur Ballade prächtig.

Größen wie Kings Of Leon, Dredg und U2 zählt die Band zu ihren Vorbildern, und das ist auch unschwer herauszuhören. Dennoch hat diese Formation ihr eigenes Charisma, und das macht sie zu einem echten musikalischen Rohdiamanten.

Viel Beifall. Von beiden Bands wird man sicher noch viel hören.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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