Vince Ebert in Vellmar: Danke an die Bakterie

Vince Ebert

Vellmar. Menschen und Tiere sind Ergebnis der Evolution, behauptete Charles Darwin. Daraus kann man ein unterhaltsames Kabarettprogramm basteln. Vince Ebert hat es am Donnerstag im ausverkauften Bürgerhaus Vellmar-West gezeigt.

Ebert ist der richtige Mann für diese Aufgabe. Der 45-Jährige ist nicht nur Kabarettist, sondern auch Physiker. Dass er Darwin und keineswegs der biblischen Schöpfungsgeschichte recht gibt, sorgte im Publikum nur für Minuten für etwas Spaltung: Nach der ersten Halbzeit, die über die Entstehung des Weltalls („zunächst war alles schwarz und einsam, mal Saallicht aus“) amüsant zum Urknall und von dort zu Bakterien und Menschen führte, begann Ebert den zweiten Teil mit Provokationen, über die nicht jeder lachen mochte.

Er machte sich über den Schöpfungsglauben lustig, ließ ein Foto von Jesus am Kreuz mit der Unterschrift „Befestigungstechnik“ folgen und brachte noch eine mathematische Gleichung, die beweisen sollte, dass schon die Logik sagt, dass „Gott gleich null ist“. In der Summe nicht witzig.

Ansonsten war der seriös aussehende Pfiffikus im schwarzen Anzug uneingeschränkt erfolgreich. Sein Rezept: Wissenschaft und Kalauer verbinden. Den Menschen, „die Krone der Schöpfung“, richtig auf den Arm nehmen. „Wem verdanken wir unser Leben? „Bakterien.“ „Bitte alle mal „,Danke, Bakterie’ sagen.“ Das Publikum machte die Späße gern mit und lachte über Eberts Doppeldeutigkeiten.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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