So virtuos können Pinguine sein: „Der Karneval der Tiere“

Das Engagement der Kinder ist die Krönung: Mitglieder der Wölfeklasse der Grundschule Vollmarshausen. Foto: Klinger

Kassel. Eine fantasievolle Aufführung gab es beim Kinderkonzert des Staatstheaters - unter Mitwirkung zweier Orchesterpatenklassen als Krönung.

KASSEL. So einen Trubel gab’s schon lange nicht mehr: 24 wilde Esel stürmen in die Manege, und der Schwan erweist sich als begnadeter Cellist. Wo geschehen? Beim Kinderkonzert des Staatstheaters im vollen Schauspielhaus.

Fantasievoll und kurzweilig kommt hier „Der Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns daher. Es darf auch mitgesungen werden, denn eingangs stimmt Konzertpädagogin Constanze Betzl im munteren Samba-Rhythmus ein tierisches Karnevalslied an.

Durch das bunte Treiben führt Intendant Thomas Bockelmann als Sprecher mit goldenem Zylinderhut. Berichtet etwa vom empörten Eichhörnchen: „Heute meint ja auch jeder Esel singen zu können.“ Ziemlich ungerecht, da sich das Liebesduett der Esel durchaus hören lassen kann: Auf ihren Geigen ahmen die Staatsorchester-Musikerinnen Katalin Hercegh und Elvan Schumann das typische „I-aah“ nach.

Dirigentin Deniola Kuraja führt auch am Klavier brillante Kunststücke auf – so virtuos können Pinguine sein. Den zweiten Klavierpart übernimmt Adrian Pavlov, weitere Soli kommen unter anderem von Klarinettistin Sabine Neher mit Kuckucksrufen und Flötistin Judith Hoffmann mit einer agilen Kanarienvogel-Einlage.

Eleganter Schwan

Besonders schön, auch optisch (Bühne und Kostüme: Brigitte Schima und Isabell Heinke): Cellist Eugene Lifschitz gibt im weißen Frack und mit passender Deko einen eleganten Schwan. Die Krönung ist aber das tolle Engagement der ganz Jungen: Zwei Orchesterpatenklassen bereichern szenisch und musikalisch die Konzerte, und zwar die „Schneckenklasse“ der Grundschule Harleshausen und die „Wölfe“ der Grundschule Vollmarshausen.

Hier schlüpfte die Schneckenklasse in den Choreografien von René Alejandro Huari Mateus in verschiedene Tierrollen und präsentierte die klangmalerischen Charakterstücke, die sie mit Constanze Betzl und Christine Weghoff entwickelt hat. Applaus!

Wieder als Familienkonzert: 22. Mai, 15 und 17 Uhr, Schauspielhaus. Außerdem Donnerstag, 12. Mai, 9.15 und 11 Uhr, Schauspielhaus (ausgebucht).

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