Das Hessische Landesjugendorchester gastierte in Kaufungen 

KAUFUNGEN. So gibt es Schubert-Lieder nicht alle Tage. In Orchesterfassungen, etwa von Max Reger, waren sie in der Kaufunger Stiftskirche zu hören. Schuberts Frühromantik bekam so das samtige Klanggewand der Spätromantik.

Das Landesjugendsinfonieorchester Hessen zauberte unter Leitung des Weimarer Dirigierprofessors Nicolás Pasquet traumverlorene Stimmungen hervor und schlug beim „Erlkönig“ dramatisch zu. Eine tolle Leistung - so wie die des Tenors Julian Prégardien vom Ensemble der Frankfurter Oper.

Dem 27-Jährigen wurde der Gesang in die sprichwörtliche Wiege gelegt, ist doch der bekannte Tenor Christoph Prégardien sein Vater. Mit feiner lyrischer Stimme punktete auch Julian Prégardien. Und mit gestalterischer Intelligenz, als er dem bösen Erlkönig, dem kranken Kind und dem besorgten Vater unterschiedliche Tonfälle gab.

Starke Aufführung

Danach erlebten 250 Zuhörer eine starke Aufführung von Hector Berlioz’ Symphonie fantastique. Irre wirken diese um 1830 komponierten Episoden aus dem Leben eines Künstlers noch heute - inklusive Drogenvisionen und Hexentanz. Von Pasquet sicher geführt, brachten die Musiker den revolutionären Impuls des Romantikers plastisch rüber.

Wie schon zuvor bestätigte der riesige Beifall den Erfolg für das junge Orchester. Auch Nordhessen waren am glanzvollen Abend beteiligt: Simon Gerdes (Kontrabass), Lennart Höger (Oboe), Philipp Baader (Trompete) und Catharina Mothes (Harfe) aus Kassel sowie Jonas Krause (Schlagzeug) ausBad Emstal.

Von Georg Pepl

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