Voller Bläsereinsatz mit der Ska-Band The Busters im Kino und im Schlachthof

Sie brachten auch Katharina Wackernagel zum Tanzen: The Busters mit Sänger Ron Marsman (links) im Schlachthof. Foto: Schoelzchen

Kassel. Manchmal wünscht man sich, auf der Bühne zu stehen. So am Freitag im Kulturzentrum Schlachthof. Nein, nicht um sich feiern zu lassen. Bei manchem Konzert ist es der einzige Ort, wo man noch die Arme ausstrecken kann, ohne wie mit Domino-Stein-Effekt eine unliebsame Kettenreaktion auszulösen.

Als die Busters im proppenvollen Saal des Kulturzentrums loslegten, hätte man sich ein paar Zentimeter Raum sehr gewünscht, um zur Musik dieser großartigen Ska-Formation etwas Frei-Tanz-Kultur zu betreiben. „Wir müssen heute ein wenig zusammenrücken“, rief Busters-Sänger Ron Marsman dem Publikum zu.

Je älter, desto besser möchte man über die Gruppe aus Baden-Württemberg sagen, der „ältesten Ska-Band in Deutschland“. 1987 begann ihre Geschichte mit einem Spontankonzert in einem Jugendzentrum. Statt Rost hat sie noch mehr gute Laune und Bühnentemperament angesetzt. Das Publikum war völlig aus dem Häuschen.

„Summertime“ heißt eines ihrer Stücke. Und dieser Titel vom Album „Couchpotatoes“ bringt die Stimmung und Atmosphäre an diesem Abend am besten auf den Punkt. Auch fernöstlichen Klängen verpassen die Busters Ska-Mentalität, etwa dem japanischen Volkslied „Sukijaki“. Die Musik der Band ist eine fröhliche, mitreißende, einpeitschende Gute-Laune-Melange mit einer guten Prise Verrücktheit und jeder Menge antreibenden, explodierenden Bläsereinsätzen. Im Gepäck: Stücke von ihren Alben „Stompede“, „Dead Or Alive“ und „Couchpotatoes“.

Gleich zweimal gab es am Freitag Gelegenheit, die elfköpfige Formation zu erleben. Am frühen Abend auf der Leinwand im Bali-Kino, wo der von Jonas Grosch (Sohn der Kasseler Schauspielerin Sabine Wackernagel und Bruder von Katharina Wackernagel) gedrehte Dokumentarfilm über die Busters zu sehen war, später dann im Schlachthof. Mit dabei für einen Kurzeinsatz: Katharina Wackernagel, die bestens gelaunt mit Marsman das Busters-Stück „Resiste“ und den Ohrwurm „My Boy Lollipop“ schmetterte.

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