Vorschau: Jazz geht es rund im Kasseler Theaterstübchen

Drei von vielen Szene-Stars: Der US-Posaunist Fred Wesley (von links), Jazzsängerin Krystle Warren und Constanze Friend vom Duo Friend’n Fellow. Fotos: nh

Kassel. Vielleicht schreibt Markus Knierim mit seinem Theaterstübchen am Donnerstag Musikgeschichte: Das wegen Krankheit aus dem Frühjahr verschobene Konzert des 85 Jahre alten Pianisten Paul Kuhn im Keller-Club in der Jordanstraße wird aufgezeichnet.

Die Plattenfirma liebäugelt damit, den Mitschnitt als Live-CD auf den Markt zu bringen. Das Theaterstübchen wäre dann für immer mit einem ganz Großen der Musikszene verbunden.

Auch sonst hat Knierim in der offiziell am 3. September mit dem Gastspiel von Slide Connection und dem Kasseler Saxofonquartett beginnenden Saison Großes vor. „Ich gehe jetzt volles Risiko“, sagt der 51-Jährige, der in den vergangenen Jahren 200 000 Euro in sein Stübchen gesteckt hat und nun noch größere Namen verpflichtet hat. Ein Überblick:

Markus Knierim

Die Stars: Vor allem Jazz-Fans kommen diese Saison auf ihre Kosten. Mit Krystle Warren gastiert am 26. Oktober eine der herausragenden Sängerinnen in Kassel. Die Amerikanerin verzückt nicht nur Kritiker, sondern begeisterte dieses Jahr auch, als sie das Filmfestival in Cannes eröffnete. Constanze Friend meldet sich nach ihrer Burnout-Erkrankung mit ihrem Soul-Projekt Friend’n Fellow zurück (5. Oktober). US-Posaunist Fred Wesley (8. Oktober) gilt als Wegbereiter des Funk. Ein jüngeres Publikum dürfte der durch Stefan Raabs Casting-Show bekannt gewordene Gregor Meyle (7. Oktober) anlocken.

Viel Musik für wenig Geld: Studenten zahlen bei Konzerten nur noch fünf Euro - das gilt für jeden Auftritt, bei dem die reguläre Karte nicht teurer als 20 Euro ist.

Kabarett: Veranstalterin Frauke Stehl holt mit ihrer Kabarettreihe wieder prominente und vielversprechende Namen ins Theaterstübchen. Den Auftakt macht am 12. September Gerd Knebel (Badesalz) mit seinem Solo-Programm.

Der Krimisonntag: Das gemeinsame „Tatort“-Gucken am Sonntag ist längst Kult. Ab Oktober gibt es nun auch den „Polizeiruf 110“ beim Public Viewing.

Keine Pause: Abgerundet wird das Theaterstübchen-Programm durch die Blues-Woche im Oktober, Disco-Abende und Lesungen wie mit Jan Weiler (4. November). Bis in den Dezember, der vor allem Kasseler Künstlern gewidmet ist, gibt es keinen einzigen Ruhetag. (mal)

www.theaterstuebchen.de

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