Vorschau zum aktuellen Sonntagskrimi im Ersteb

Ludwigshafen-Tatort: Wenn Traumata zum Verhängnis werden

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Drohnen eignen sich zur Luftüberwachung, werden aber auch im Krieg eingesetzt, um Menschen zu töten. Sie stehen im Zentrum des „Tatort: Vom Himmel hoch“ aus Ludwigshafen.

Wovon handelt der SWR-Krimi?

Ein Psychiater wird ermordet in seiner Praxis aufgefunden. Er war spezialisiert auf die Behandlung von Traumatisierten und behandelte sowohl zivile Opfer von Kriegen als auch Soldaten, die im Kriegseinsatz waren, hier speziell Angehörige der US-Army, die im Luftwaffenstützpunkt Ramstein stationiert sind. Die Kommissarinnen Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Johanna Stern (Lisa Bitter) ermitteln im Kreis der Patienten. Ihnen wird bald klar, dass auch ein Opfer zum Täter werden kann und dass Täter, die zum Beispiel per Drohnensteuerung aus der Ferne im Nahen Osten dutzende Menschen getötet haben, auch Opfer ihrer Traumata sein können.

Wie ist der aktuelle Fall angelegt?

Autor und Regisseur Tom Bohn gestaltet die Folge als Politthriller. Odenthal und Stern finden heraus, dass ein ehemaliger Patient des Ermordeten, ein irakischer Kurde, der seine Kinder bei einem Drohnenangriff verloren hat, mit seinem Bruder möglicherweise ein Attentat plant – ebenfalls mit einer Drohne. Doch der Staatsanwalt will keine Unruhe in den zeremoniellen Besuch eines hochrangige US-Politikers hineinbringen, der gerade auf Deutschlandbesuch ist. Was macht das für einen Eindruck, wenn das Gastgeberland mit einem Anschlag auf den Staatssekretär rechnet?

Die beiden Ermittlerinnen haben ziemlich lang gebraucht, um sich zusammenzuraufen. Hat sich das Konkurrenzgetue gelegt?

Ja, endlich. Zwar hat Lena Odenthal ihre ruppigen Momente, aber Johanna Stern erkennt schnell, dass die Kollegin phasenweise noch ihrem Ex-Kollegen Kopper nachtrauert. Die beiden trösten und helfen einander hier auf eine sehr vertraute Art aus schwierigsten Umständen.

Lohnt diesmal das Einschalten?

Unbedingt. Sicherlich wird das ein oder andere Klischee bedient, doch insgesamt ist es eine spannende Folge mit einem vielschichtigen, aktuellen Thema und mit US-Soldatin Heather Miller (Lena Drieschner) einer faszinierend-rätselhaften Filmfigur.

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