Neu: Ben Stiller im ideenlosen „The Watch“

Vulgäre Posen

Im Kampf mit Aliens: Ben Stiller als Evan. Foto: dpa

Glenview im US-Bundesstaat Ohio ist der schönste Ort der Welt. Das beteuert zumindest Evan (Ben Stiller), auch wenn es aussieht wie in jeder anderen amerikanischen Vorstadt. Dann wird ein Wachmann nachts im Supermarkt grausam ermordet und gehäutet. Evan ist schockiert und gründet eine Bürgerwehr. Nur drei Mitbürger folgen dem Aufruf: der lautstarke Hallodri Bob (Vince Vaughn), der freundlich lächelnde Jamarcus (Richard Ayoade) und der gewaltbereit wirkende Franklin (Jonah Hill).

Die drei wollen eigentlich nur einen draufmachen. Aber schon bald stellt sich heraus, dass das schöne Glenview von waschechten Aliens unterwandert ist.

Die Prämisse für „The Watch“, so könnte man meinen, habe genug Potenzial für eine bissige Komödie, die sich satirisch mit dem Bürgerwehrwesen und übersteigertem Sicherheitsbedürfnis auseinandersetzt. Aber Regisseur Akiva Schaffer und seine Autoren Seth Rogen und Evan Goldberg verschenken das viel versprechende Thema. Sie entzünden ein mäßig inspiriertes Tischfeuerwerk aus billigem Klamauk und genital fixiertem Humor.

Das Vulgäre bleibt bloße Pose, die von der Ideenlosigkeit ablenken soll. Ben Stiller leistet gerade mal Dienst nach Vorschrift. Einzig Jonah Hill ringt seiner schlecht geschriebenen Figur noch ein paar interessante Nuancen ab, kann aber die lieblose Inszenierung und aufdringliche Geistlosigkeit des Unternehmens nur punktuell kaschieren.

Genre: Komödie

Altersfreigabe: ab 12

Wertung: !::::

Von Martin Schwickert

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