Wallis Bird rockt das Kulturzelt

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Eine Rockröhre: Wallis Bird hat bei ihrem Kulturzelt-Auftritt alles gegeben.

Kassel. Musik überzeugt Menschen, wenn sie etwas Inneres nach außen transportiert. Sobald die irische Sängerin Wallis Bird am Sonntagabend auf die Bühne des Kasseler Kulturzeltes tritt, geht eine starke, exzessive Energie von ihr aus.

Diese Frau will sich ausdrücken. Sie will mitreißen, motivieren, berühren, das spürt man sofort.

Es ist, als ob die 29-jährige Sängerin das Publikum anschreien möchte: „Fühlt, springt, lebt.“ Und genau das praktiziert sie an diesem Abend vor den rund 600 Zuschauern.

Was zwischendurch wild, kopflos, fast verrückt wirkt, entwickelt im Laufe des Abends einen ganz besonderen Charme und erfüllt schließlich seinen Zweck: Das Kasseler Publikum lässt sich mitreißen. Es hat gar keine andere Wahl angesichts dieses Energiebündels auf der Bühne, das die Zuschauer in einem Mischmasch aus Englisch und Deutsch anfeuert: „Don’t be shy, come on – Seid nicht schüchtern.“ Wallis Bird und ihre drei Bandmitglieder (Christian und Michael Finger, „Aidan“) bringen das Publikum zum Mitsingen, Tanzen und Klatschen.

Energiegeladen

Dabei hüpft die 1,60 Meter große Sängerin energiegeladen mit ihrer Gitarre über die Bühne und röhrt in einer Mischung aus Zaz, Alanis Morissette und Heather Nova ihre Songs ins Mikrofon. Da ist etwas, das heraus möchte aus ihr. Es geht ihr um den Ausdruck von Gefühlen – mit aller Macht –, und diese übertragen sich auf das Publikum.

Am Ende ist Wallis Bird völlig abgekämpft und durchgeschwitzt. Sie hat alles gegeben. Und schafft dann doch noch mit letzter Kraft den vermutlich ersten Stage-Diving-Sprung ins Publikum in der Kasseler Kulturzelt-Geschichte. Respekt!

Von Yvonne Albrecht

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