Von Vanilla Ice über Rolf Zuckowski bis Franz Schubert - Eine Auswahl der schönsten Winterlieder

Warme Melodien für kalte Tage

Rolf Zuckowski - sein Song "Es schneit" ist ein Klassiker unter den Winterliedern.

Das Schönste am Winter ist, dass man nicht alleine frieren muss. Alle bibbern und hoffen, dass man irgendwann doch wieder seine Fingerspitzen fühlen möge.

Gute Songs helfen über kalte Wintertage - hier eine ganz subjektive Auswahl. „Der Winter“, sagt der britische Musiker Sting, „ist öde und trostlos - gleichzeitig aber wunderschön.“ Deshalb hat er im Herbst ein ganzes Album nur mit Winterliedern veröffentlicht. Es gibt aber noch viel mehr schöne Songs, die sich um Eis und Schnee drehen.

Vanilla Ice: Ice Ice Baby.

„Too Cold, too Cold“ rappte Vanilla Ice 1990 über ein Sample von Queens „Under Pressure“, womit er einer der ersten weißen HipHop-Stars wurde. Die Textzeile passt prima in diesen Winter, bezieht sich aber auf eine Schießerei.

Das Album verkaufte sich elf Millionen Mal. Von Vanilla Ice, der eigentlich Robert Matthew Van Winkle heißt, hörte man danach nicht viel. Zuletzt machte er mit einer Verhaftung Schlagzeilen. Seine Frau rief die Polizei, weil sie sich von ihm bedroht fühlte - dabei hatte sie nur gesagt, sie wolle eine neue Schlafzimmergarnitur.

Youtube-Link zu dem Video

Belle & Sebastian: The Fox in The Snow

Die luftigen Folkpop-Melodien der siebenköpfigen Band aus Glasgow können jedes noch so dicke Eis zum Schmelzen bringen. Zum ersten Mal in die Charts gelangten Belle & Sebastian 1997 mit drei „Summer EPs“.

Ein Jahr zuvor hatten sie auf dem Album „If You’re Feeling Sinister“ vom Fuchs im Schnee gesungen, der im Winter ziellos durchs Unterholz streift und dem es nicht anders geht wie den Jugendlichen, die durch die Stadt irren. Der Winter ist hier kalt und feindselig.

Youtube-Link zu The Fox in the Snow

Rolf Zuckowski: Es schneit

Es gibt viele Klassiker unter den Winterliedern - von „Let It Snow“ bis „Winter Wonderland“. Der Klassiker, den Kinder heute als erstes kennenlernen, stammt aber von Rolf Zuckowski.

 Wahrscheinlich gibt es in ganz Deutschland keinen Kindergarten, in dem Mädchen und Jungen ab Dezember nicht singen: „Es schneit! Es schneit! / Kommt alle aus dem Haus! / Die Welt, die Welt / sieht wie gepudert aus.“ Es ist eine romantische Sicht auf die kalte Jahreszeit. Wenn man klein ist, besteht der Winter nur aus Schneeballschlachten und Schlittenfahrten.

Li nk zu dem Video:  Es schneit

Polarkreis 18: The Colour of Snow

Das Dresdner Sextett ist die ideale Band für den Winter. Die Musiker um Sänger Felix Räuber kleiden sich stets schneeweiß, machen einen kalten Synthie-Pop und erzählten lange eine lustige Geschichte zur Entstehung des Band-Namens: Räubers Vater seien am Polarkreis zwei Zehen erfroren - deshalb Polarkreis acht Zehen. War aber nur eine hübsche Lüge. Dazu passt, dass Räuber in „The Colour of Snow“ singt: „Der Schnee ist schwarz vor Lügen.“

Link zu dem Video: The Colour of Snow

Element of Crime und Torfrocks Oden an den Schnee

Element of Crime: Leise rieselt der Schnee -  Weihnachtslieder wollen wir eigentlich nicht mehr hören, aber wenn Sven Regener mit seiner rauchigen Thekenstimme vom Christkind singt, klingt das fast wie ein guter Aprilscherz. Es soll aber tatsächlich Menschen geben, die die Version der Deutschrock-Band Torfrock besser finden, in der heißt es: „Leise pieselt das Reh gelbe Spuren in den Schnee.“

Link zu dem Video: Leise rieselt der Schnee

Link zu dem Video: Leise pieselt das Reh

 

Franz Schubert: Winterreise

Die in 24 Liedern erzählte Geschichte vom armen Gesellen, der von seiner Geliebten verlassen wurde, erscheint erst durch den Winter so richtig trostlos. Da „ist die Welt so trübe, der Weg gehüllt in Schnee“. Der Bursche sucht nach ihren Spuren im Schnee („Erstarrung“), ihm werden die Tränen zu Eis („Gefrorene Tränen“), und beim Anblick seiner von Reif überzogenen Haare fantasiert er sogar, er sei vorzeitig zum Greis gealtert („Der greise Kopf“). Das alles kann man am besten in geheizten Räumen genießen.

Doch auch die Sehnsüchte, die der Winter mit sich bringt, finden sich in dem Liederzyklus wieder. Im „Frühlingstraum“ heißt es: „Ich träumte von bunten Blumen, so wie sie wohl blühen im Mai“.

Link zu Schuberts Winterreise

Von Matthias Lohr

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