Watcha Clan: Dampfbad im Kasseler Hamam

Kassel. Heiß, feurig, Watcha Clan. Mit ihrer Mischung aus Drum’n’Bass und nordafrikanischer Musik heizte die Combo aus Marseille im „Kasseler Hamam“ - so bezeichnete Sängerin Sista K. die Batterie an der Joseph-Beuys-Straße - am Samstagabend ein.

Es erklang der erste Song, und die Batterie verwandelte sich in einen großen, rauschenden Tanzplatz. Die Musik des Quartetts aus dem Süden Frankreichs ging direkt in die Beine und ließ niemanden kalt. DJ Supreme Clem wirbelte über sein Mischpult, im Tuareg-Kostüm ließ Nassim den Gimbri-Bass knarren, Matt Labesse schlug energisch die Saiten der E-Gitarre an. Darüber schwebte die freche, kraftvolle Stimme Sista K’s, die mit ausdrucksstarken Bewegungen und dem Tamburin an Victor Hugos „Esmeralda“ erinnerte.

Es ist die Verbindung zwischen orientalisiertem Drum’n’Bass, Reggae und Rap, die zum Mittanzen, Mitsingen und Mitklatschen aufforderte. Auch handgemachte akustische Passagen mit Akkordeon und Gitarre zogen das begeisterte Publikum in ihren Bann und entführten es in ferne Kulturkreise. Auch die vier Musiker ließen sich anstecken und gaben am Ende im Vorraum - zwischen Kasse und Garderobe - noch eine kleine Zugabe.

Genauso wie der Watcha Clan Musikstile aufeinandertreffen lässt, führt ihre Weltmusik Generationen zusammen, die sich, wie eindrucksvoll zu sehen war, gemeinsam von den markigen Klängen und rhythmischen Beats entflammen lassen. Das Konzert, zu welchem das Kulturzentrum Schlachthof eingeladen hatte, machte vor allem eins: Lust auf mehr.

Von Marian Schollmeyer

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