Jentzen-Groh-Sommerfeld-Trio in der Komödie

Wechselspiel von innen und außen

Wie ein Gespräch, bei dem sich alle verstehen: Lisa Sommerfeld (von links), Manuel Groh und Max Jentzen. Archivfoto:  Schoelzchen

Kassel. Guter Jazz ist wie ein Gespräch, in dem alle Beteiligten spüren, dass sie sich verstehen. So erlebten die 40 Zuhörer am Montagabend in der Kasseler Komödie eine überaus gelungene musikalische Interaktion zwischen den Mitgliedern des Jentzen-Groh- Sommerfeld-Trios. Manuel Groh am Kontrabass, Lisa Sommerfeld am Piano und Max Jentzen am Schlagzeug demonstrierten, wie gemeinsames Verstehen auch ohne Worte funktionieren kann.

Lisa Sommerfeld gab die ersten Töne an, die anderen beiden schienen zu lauschen; bereit, sich immer wieder überraschen zu lassen und sich der Spannung des gemeinsamen Spiels hinzugeben. Manuel Groh am Bass ließ sich auf den Rhythmus ein, dann folgte Max Jentzen und steigerte die Spannung durch sein pointiertes Schlagzeugspiel. Das vermittelte Emotionen.

Zwischendurch entfuhr Manuel Groh ein Lachen, als ob er selbst erstaunt über die Wendung der Musik sei. Die Zuschauer waren eher zweitrangig, sie durften Beobachter dieses Spiels sein, das wie ein Wechsel zwischen Innenschau und Miteinander wirkte. Immer wieder richteten die Musiker die Aufmerksamkeit nach innen, schienen in sich hineinzulauschen, in sich vertieft zu sein und dies Gefühl über die Musik zu transportieren. Dann erfolgte aber immer wieder das Reagieren auf die anderen. So gelingt das Miteinander.

Das Jentzen-Groh-Sommerfeld-Trio gestaltete den Abend facettenreich und beeindruckte durch ein großes Spektrum an musikalischen Möglichkeiten: Mal minimalistisch, mal ausdrucksstark-dynamisch, mal traurig-melancholisch muteten die Kompositionen an. Von klassisch bis elektronisch verfremdet präsentierten die drei jungen Musiker und Preisträger des Kasseler Kulturförderpreises ihr Können. Das Publikum war entsprechend begeistert und forderte eine Zugabe.

Von Yvonne Albrecht

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