Medienspiegel: Viel Wut auf Lanz im Netz 

Matthias Lohr

Eine Ausgabe von Markus Lanz mit der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht sorgt für Aufruhr im Netz. Mehr als 20 000 Unterzeichner einer Online-Petition fordern die Absetzung der ZDF-Talkshow. Ein Kommentar von Matthias Lohr:

Als Sahra Wagenknecht vorige Woche im ZDF bei Markus Lanz war, tat sie mir zum ersten Mal leid. Die Linken-Politikerin wollte über europäische Lobby-Politik reden, aber jedes Mal, wenn sie einen Satz angefangen hatte, fragte ihr Gastgeber Sachen wie: Was verdient man im Europäischen Parlament?

Hier geht es zur Online-Petition

Und: Was haben Sie da eigentlich gemacht? So ging es die ganze Zeit. Der Blogger Stefan Niggemeier fasste es so zusammen: „Es war, als würde man versuchen, eine inhaltliche Diskussion mit einem Sechsjährigen zu führen, der als Argumente zweihundert Fleischbällchen in Tomatensoße hat und bereit ist, jedes einzelne abzufeuern.“

Aber nun schießen die Lanz-Kritiker zurück. Die Zuschauerin Maren Müller hat die Online-Petition „Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr!“ ins Netz gestellt, die das ZDF auffordert, sich von Lanz zu trennen und die innerhalb von wenigen Tagen mehr als 20 000 Menschen unterschrieben haben.

Eine beachtliche Wut ballt sich da zusammen gegenüber einem Moderator, der kluges Nachfragen verwechselt mit An-den-Pranger- Stellen, der nicht zuhört und im vorigen Jahr vor allem FDP-Leute zu Gast hatte (mehr als ein Drittel aller Polit-Gäste, als sei die Partei die SED und das ZDF DDR-Staatsfernsehen). Übrigens: Lanz soll pro Jahr 1,2 Millionen Euro verdienen. 1,2 Millionen Euro, die man leicht in ein gutes Programm stecken könnte. mal@hna.de

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