Wehlheider Hoftheater zeigt „Unsere kleine Stadt“

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Knüpfen erste zarte Bande: Alexander Hebstreit (links) in der Rolle des George Gibbs und Birka Wolff als Emily Webb. Foto: Wienecke

Kassel. Was für ein Stück und was für hervorragende Leistungen der Darsteller des Wehlheider Hoftheaters! Gefühlte 15 Minuten dauerte der Schlussapplaus, bei dem mancher Zuschauer im ausverkauften Cassalla Theater nebenbei schnell die Tränen trocknete.

Für sein Theaterstück „Unsere kleine Stadt“ (Our Town) aus dem Jahr 1938 erhielt der US-Amerikaner Thornton Wilder seinen zweiten Pulitzer-Preis. Selbst nie verheiratet, beschreibt er das Leben, die Liebe, eine Hochzeit und den Tod in einer amerikanischen Kleinstadt.

Thomas Gerner, der mit Peter Herborg und Kirsten Henckel Regie führt, nimmt das Publikum als galanter Erzähler mit durch die drei Akte. George Gibbs (Alexander Hebstreit) und Emily Webb (Birka Wolff), ihre Familien und ihr Umfeld werden im Jahr 1901 vorgestellt, nach drei Jahren heiratet das junge Paar.

Zehn Jahre später wird Emily zu Grabe getragen. Sie ist bei der Geburt ihres zweiten Kindes gestorben. Um Abschied zu nehmen, darf sie einen Tag ihres Lebens noch einmal erleben. „Welt, du bist so wunderbar“, sagt sie, und muss doch erkennen, dass sie von ihrer Familie nicht wahrgenommen wird. „Ich wusste gar nicht, wie viele Probleme die Lebenden haben. Es ist so dunkel um sie“, berichtet sie und kehrt zu den Toten zurück. Doch die Gewissheit, dass es etwas Ewiges gibt, bleibt, und der Wert des einzelnen Augenblicks rückt wieder ins rechte Licht.

www.wehlheider-hoftheater.de, Karten: Tel. 0561/7 66 16 93

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