Ai Weiwei will Strafe nicht bezahlen

Ai Weiwei Foto: dpa

Hamburg. Der chinesische Künstler und Dissident Ai Weiwei hat dem kommunistischen Regime Schwäche vorgeworfen. „Sie sind so schüchtern, dass sie sich nicht einmal trauen, öffentlich über meinen Fall zu reden.“

Das sagte der 55-Jährige in einem am Sonntag veröffentlichten „Spiegel“-Interview. Natürlich werde die Regierung zunächst gegen ihn gewinnen - aber nicht am Ende. „Denn sie sind schwach.“

Letzte Woche hatte Ai Weiwei angekündigt, er wolle nach dem Scheitern seines Berufungsverfahrens wegen angeblicher Steuerhinterziehung die Reststrafe von umgerechnet etwa 850 000 Euro nicht bezahlen. Ai war im April 2011 für zwei Monate von der chinesischen Polizei an einem unbekannten Ort in Isolationshaft gehalten worden. Nach seiner Freilassung wurde ihm Steuerhinterziehung vorgeworfen - die Behörden forderten eine Summe von über 1,8 Millionen Euro.

Ai Weiwei, der 2007 der wichtigste Künstler der documenta 12 in Kassel war, ist vor wenigen Tagen eingeladen worden, 2013 bei der Biennale in Venedig den deutschen Pavillon zusammen mit drei weiteren Künstlern zu bespielen. Derzeit darf der Künstler aber nicht aus China ausreisen. (dapd/w.f.)

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