Wellen der Begeisterung: Die 17 Hippies beim Kulturzelt-Finale

Sorgten zum Abschluss der Kulturzelt-Saison für beste Stimmung: Die 17 Hippies. Foto: Zgoll

kASSEL. Jahr für Jahr bestreiten die 17 Hippies mit ihrer Berliner Mischung das Finale des Kasseler Kulturzelts. Da war eine Frage überfällig: „Wir kommen seit elf Jahren her. Zehn Mal haben wir hier gespielt. Wollen wir zusammen alt werden?“

So wandte sich Sängerin und Akkordeonistin Kiki Sauer an das Publikum beim ausverkauften Abschlusskonzert, und die positive Antwort ließ nicht lang auf sich warten. Wieder zündeten die bunt gemixten Musikstile aus aller Welt von osteuropäischer Folklore bis zum französischen Chanson.

Mit einem reichen Instrumentarium bieten die Hippies eine handgemachte Alternative zur elektronischen Tanzmusik. Der Multikulti-Musikantenstadl ist ebenso unelitär wie professionell. Viel Schwung, ein turbulentes Klanggeschehen: Mal gibt’s eine traurige Klarinette, mal eine singende Säge und eine wüste Posaune - Letztere geblasen vom studierten Jazzer Uwe Langer.

Der französische Gastschlagzeuger Romain Vicente unterstützt diesmal die zwölfköpfige Stammbesetzung. Aus dem aktuellen Album „Biester“ erklingen Kompositionen, die man von dieser Gruppe nicht erwarten würde: Frank Zappas Fusionstück „Peaches en Regalia“ und Bill Laswells „Work Song“. Die Hippie-Arrangements stehen ihnen prima.

Reges Treiben auf der Bühne: Für den Gesang zuständig sind Kiki Sauer als Spezialistin für die ruhigen Töne, Dirk Trageser, der Amüsantes von seinem südhessischen Großvater berichtet, und Christopher Blenkinsop. Wie die Band bedauert, gibt es nur „Zimmerlautstärke“ - man kann den Schalldruck in dem durch seinen perfekten Sound so überzeugenden temporären Konzertbau jedoch auch ausreichend finden.

Lustig wird es, als das Publikum den akustischen Hintergrund zu einer Frühlingsstimmung am See liefert, bevor das Lied vom traurigen Froschkönig aus der Kinder-CD „Titus träumt“ an der Reihe ist.

Zweieinhalb Stunden dauerte das große Finale. Die Leute klatschten, tanzten und wollten die Hippies einfach nicht ziehen lassen. Wellen der Begeisterung gingen durchs Publikum. Beste Stimmung zum Ausklang einer tollen Kulturzelt-Saison.

Von Georg Pepl

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