Der Welt-Musiker: Heute vor 225 Jahren starb Wolfgang Amadeus Mozart

Das Musik-Genie: Öl-Porträt Wolfgang Amadeus Mozarts, das Barbara Kraft erst nach seinem Tod im Jahre 1819 malte. Foto: dpa

Wien. Die Musik Wolfgang Amadeus Mozarts (1756-1791) ist so etwas wie Weltkulturerbe. Heute vor 225 Jahren starb das musikalische Genie im Alter von 35 Jahren in Wien. Ein Glossar zum Todestag.

Das Schaffen

Ungeheuer umfangreich. 25 000 Seiten Musik hat Mozart komponiert. Das von Ludwig Ritter von Köchel 1862 verfasste Köchel-Verzeichnis listet 626 Werke auf. Später wurden weitere Kompositionen entdeckt. Jetzt sind es mehr als 1000 bekannte Titel. Am populärsten sind seine Oper „Die Zauberflöte“ und die Streicherserenade „Eine kleine Nachtmusik“.

Das Wunderkind

Als Fünfjähriger komponierte Mozart zwei Stücke für Klavier. Er lernte Klavier und Geige. Im Alter von sieben Jahren ging sein Vater Leopold, ein Geigenlehrer, mit ihm und seiner ebenfalls hochbegabten Schwester Nannerl auf eine dreijährige Westeuropareise. Mozart brillierte vor vielen Herrschern.

Das Geld

Mozart hat viel Geld verdient und noch mehr ausgegeben. Er war ein leidenschaftlicher Glücks- und Billardspieler. Die Kuren der von sechs Schwangerschaften geschwächten Ehefrau Constanze kosteten ebenfalls viel. Am Ende hinterließ das Genie insgesamt 3000 Gulden (etwa 70 000 Euro) Schulden.

Der Charakter

Mozart war eine Künstlernatur, wie sie im Buche steht. Spontan, fantasievoll, voller Unruhe und Sprunghaftigkeit. Fremden begegnete er sehr vertrauensselig. Da sein Vater ihn für weltfremd hielt, sah er es ungern, wenn sein Sohn allein reiste.

DAS VATER-SOHN-VERHÄLTNIS

Für den jungen Mozart war der Vater das große Vorbild. „Nach dem lieben Gott kommt gleich der Papa“, war sein Spruch. Leopold hat das Talent seines Sohnes sehr gefördert. Aus Respekt vor der Könnerschaft seines Sohnes stellte der Vater das eigene Komponieren ein Später trübte sich das Verhältnis ein.

Die EHE

Constanze (1762-1842) war zweite Wahl. Ursprünglich wollte Mozart ihre ältere Schwester Aloisia heiraten, die ihm aber einen Korb gab. Viele Briefe zeugen von einer echten Liebe zwischen Mozart und Constanze. Von sechs Kindern haben nur die beiden Söhne Carl Thomas und Franz Xaver Wolfgang das Kindesalter überlebt. Franz Xaver wurde ebenfalls Komponist. Beide Söhne hatten keine Nachkommen.

Das Armengrab

Mozart starb am 5. Dezember 1791 in Wien, geschwächt durch einen ungesunden Lebenswandel und ein Übermaß an Arbeit, an einem rheumatischen Entzündungsfieber. Er erhielt ein – damals durchaus übliches – Begräbnis dritter Klasse. Er wurde auf dem St. Marxer Friedhof beigesetzt. Die genaue Stelle des Grabes geriet in Vergessenheit. Das heutige Grabmal steht dort, wo man die sterblichen Überreste vermutet. (dpa/w.f.)

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