Neu im Kino: Tragikomödie „Ein gutes Herz“

Die Welt am Tresen

Tritt bald ab: Barbesitzer Jacques (Brian Cox) Foto:  dpa

Diesen Film wird man mögen, das wird gleich in den ersten Minuten deutlich. Im Universum von „Ein gutes Herz“ stimmt einfach alles: von der Besetzung über die Musik und die Farbgestaltung bis hin zum rauen Wortwitz. Und obwohl die Geschichte in New York angesiedelt ist, hat es der Zuschauer mit einem ganz und gar isländischen Produkt zu tun.

Wir lernen den jungen Lucas (Paul Dano) kennen, der auf der Straße lebt. Lucas will den Regeln einer Gesellschaft nicht mehr folgen, in der nur die Stärksten überleben. Nach einem Selbstmordversuch landet Lucas in einem Krankenzimmer mit dem Barbesitzer Jacques (Brian Cox), dem sein Herz zu schaffen macht.

Der Alte frisst einen Narren an dem Sonderling. Als Lucas entlassen wird, macht sich Jacques auf die Suche. Er unterbreitet dem Obdachlosen ein erstaunliches Angebot: Er will Lucas als Nachfolger. Tatsächlich ist der Laden eine schäbige Kneipe, in der sich Tag für Tag dieselben Typen einen hinter die Binde gießen.

Jacques weiht seinen Thronfolger in die Regeln der Flüssiggastronomie ein. Als es die weinende April (Isild Le Besco) in die Kaschemme verschlägt, wird das heiligste Statut erschüttert: keine Frauen. Regisseur und Autor Dagur Kári hat wunderbare Figuren geschaffen und bevölkert mit ihnen einen authentischen, kaum überzeichneten Mikrokosmos.

Genre: Tragikomödie

Altersfreigabe: ab 12

Wertung: !!!!:

Von André Wesche

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