Weltmusik im besten Sinn: Diego Jascalevichs „Misa Nueva“ in der Kreuzkirche

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Intensiv: (v. l.) Catherina Cartes, Jutta Gerling-Haist, Michaela Krusche, Martin Forciniti, Jochen Faulhammer und Diego Jascalevich.

Kassel. Ohne Diego Jascalevich würden wir das Zupfinstrument Charango und dessen lieblichen Klang sicher nicht so gut kennen. Der in Kassel lebende Argentinier bereichert auf vielfache Weise unser Musikleben – auch beim Konzert in der Kreuzkirche.

Als Weltmusiker im besten Sinne spielte er Charango, Gitarre, Perkussion, sang mit charmanter Naturstimme und trat auch als Komponist hervor.

Hauptwerk am Ende des Abends war seine 2011 im Soester Dom uraufgeführte „Misa Nueva“. In der knapp 20-minütigen Komposition werden mehrere Sprachen und musikalische Traditionen zu einem stimmungsvollen Opus vereint, beeindruckend dabei die farbenreichen Harmonien. Für seine musikalische Wärme bekam das Ensemble langen Beifall von rund 100 Gästen.

Stimmungsvoll war auch die erste Konzertstunde, die Catherina Cartes (Sopran), Jutta Gerling-Haist (Mezzosopran), Michaela Krusche (Alt), Jochen Faulhammer (Bass) und Organist Martin Forciniti gemeinsam mit Jascalevich gestalteten. Ebenfalls von ihm konzipiert war die „Variation ohne Thema“. Zu Forcinitis meditativen Orgelakkorden ließ der Charango-Meister zarte Arabesken ertönen.

Das Programm reichte vom Kyrie aus der „Misa Criolla“ von Ariel Ramírez – der vielseitige Martin Forciniti schlug hier die argentinische Trommel Bombo – bis zu Claudio Monteverdis Frühbarock mit Jochen Faulhammers sonorer Stimme. Für Glanzpunkte sorgte die aus Chile stammende Sopranistin Catherina Cartes, als sie im Duo mit Jascalevich Lieder der Chilenin Violeta Parra (1917-1967) präsentierte.

Cartes’ weiches Timbre bezauberte, später bekamen die schwangere Sopranistin und der „Mitsänger“ ein musikalisches Geschenk: Ausdrucksstark sang Michaela Krusche ein Wiegenlied von Xavier Montsalvatge. Ein weiterer gefühlvoller Höhepunkt dieses liebevoll gestalteten Abends.

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