15. Weltmusikfestival mit Künstlern aus Armenien, Südafrika und Algerien

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Bet Williams und John Hodian haben ihre musikalischen Wurzeln in der Alten Welt, kreieren aber eine spirituelle Musik für das Heute.

Kassel. Vom 4. bis 15. Mai findet das vom Kulturzentrum Schlachthof organisierte 15. Kasseler Weltmusikfestival statt. Mit dem Gleis 1 ist zu den traditionellen Standorten, dem Foyer der Kasseler Sparkasse und dem Schlachthof selbst, ein neuer Gastspielort hinzugekommen.

Nach Festivals, bei denen jeweils eine Region (Afrika, Frankreich, Mittelmeer) musikalisch im Vordergrund stand, widmet man sich im 15. Jahr einem übergreifenden Thema, den "musikalischen Erneuerern". Darunter verstehen die Veranstalter Musiker und Musikgruppen, die mit großem Respekt for den musikalischen Traditionen ihrer Heimat, diese mit neueren Musikrichtungen verbinden, sei es Rock, Pop oder Jazz.

Zu den Höhepunkten zählen am Eröffnungswochenende die Auftritte des Epiphany Projects (4. Mai) aus Armenien und des mit mehreren Grammys ausgezeichneten südafrikanischen Chores Ladysmith Black Mambazo (5. Mai). Mit der Fanfare Ciocarlia (Rumänien), einem der schnellsten "Gebläse" des Balkans, gastiert am 8. Mai ein weiteres Ensemble, das sich in Kassel bereits mit mereren Auftritten im Kulturzelt einen Ruf als perfekte Stimmungsmacher erworben hat. Zum Abschluss des Festivals tritt am Samstag, 12. Mai, am neuen Veranstaltungsort Gleis 1 im KulturBahnhof der in Kassel ansässige algerische Musiker Hamid Baroudi auf, der seine neue CD vorstellen wird. (wd)

Das Programm des 15. Weltmusikfestivals:

Fr., 04.05., Foyer Kasseler Sparkasse, 20 Uhr

EPIPHANY PROJECT (Armenien/USA) - Archaischer Klänge aus einer der ältesten Kulturregionen der Welt treffen auf spirituelle Folkmusik von heute

EAST AFFAIR (Tschechien, D, Polen, Serbien) – Neben Einflüssen aus dem Balkan, Afrika und Indien verschmelzen East Affair in ihren Kompositionen auch Elemente aus Jazz, Funk und Latin. Der musikalische Schwerpunkt liegt jedoch in Osteuropa

 

Sa., 05.05., Foyer Kasseler Sparkasse, 20 Uhr

LADYSMITH BLACK MAMBAZO (Südafrika) – Mehrfach Grammy-dekorierter Chor aus den Townships von Soweto, bekannt unter anderem durch die Zusammenarbeit mit Paul Simon auf dessen "Graceland"-Album

BANDISTA (Türkei) – Ein 7-köpfiges Musikerkollektiv vom Bosperus, das seine Wurzeln in der kulturellen Vielfalt Anatoliens hat, aber auch Reggae und Afrobeats nicht verachtet.

 

Di., 08.05., Kulturzentrum Schlachthof, 20 Uhr

FANFARE CIOCARLIA (Rumänien) – „Die am härtesten blasende Band im Blechbiz!“ nennen sie sich und haben damit wahrscheinlich noch nicht mal übertrieben. Die Roma Blaskapelle aus Ostrumänien zählt auf jeden Fall zu den besten Liveacts, die man sich vorstellen kann. Wer sie schon einmal im Kulturzelt gesehen hat, kann das bestätigen.

 

Mi. 09.05., Kulturzentrum Schlachthof, 20.30 Uhr

BUDAM (Färöer Inseln) – Eine Mischung ausTom Waits und Van Morrison, Nick Cave und Ennio Morricone. Budam ist ein Sänger, Songwriter, Schauspieler und Theaterkomponist, der für sich in Anspruch nimmt, das "Heavy Songwriting" erfunden zu haben. Wilde Momente wechseln mit tragischen Balladen - Großes Kino für die Ohren.

 

Do. 10.05., Kulturzentrum Schlachthof, 20.30 Uhr

HELGE LIEN TRIO (Norwegen) – Es gibt im Jazz eine Stilrichtung, die man "The Art of the Trio" nennt. Zu den prominentesten Vertretern zählten Bill Evans und das Esbjörn Svensson Trio. Nun haben Musiker wie Brad Mehldau und das Helge Lien Trio das Erbe angetreten. "Hello Troll" heißt das Album der drei Norweger und der Titel gibt auch die musikalische Tendenz vor: Skandinavischer Jazz von heute mit Wurzeln im Reich der Trolle

 

Fr. 11.05., Kulturzentrum Schlachthof , 21 Uhr

DELA DAP (Österreich, Tschechien, Serbien, Bosnien) – Nennen wir es "Nu Gypsy Music" oder "Balkan-Electronica". Deladap, in der Sprache der Roma heißt das "Gib mir den Beat", verbinden die Musik ihres Volkes mit elektronischen Klängen und Pop und haben sich damit zu einer der stilistisch einflussreichsten Bands in Mittel- und Osteuropa entwickelt.

 

Sa. 12.05., Gleis 1 , 21 Uhr

HAMID BAROUDI (Algerien/Frankreich) – Hamid Baroudi, zwischen 1986 und 1992 Leadsänger der Dissidenten, hat zwischen der Rai-Musik seiner algerischen Heimat und aktuellen Clubsounds seine ureigene Soundnische gefunden, In den vergangenen fünf Jahren hat er sich auf fünf Kontinenten mit neuen Klängen und Stilrichtungen beschäftigt. Das Ergebnis ist eine neue CD mit dem Titel "Tam Tam a Tam". Die wird er beim Weltmusikfestival erstmals live präsentieren. Ein fulminanter Ausklang.

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