Ein Weltorchester gratulierte zum Stadtjubiläum

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Weltläufig: Das Ensemble Mundo Armonico mit dem aus Argentinien stammenden Kasseler Dirigenten Diego Jascalevich.

Kassel. Der Musiker Diego Jascalevich, gebürtiger Argentinier und in Kassel lebend, hatte die Idee, Schüler- und Jugendorchester aus der ganzen Welt zum Stadtjubiläum nach Kassel einzuladen.

Zwei Orchester folgten seiner Einladung, das sehr junge (ab zehn Jahre) Orchester des Nationalen Konservatoriums aus Quito, Ecuador, und das Jugendorchester aus Recife, Brasilien.

Diese beiden und das Mittelstufenorchester des Friedrichsgymnasiums sowie Mundo Armonico, das Orchester des Projektleiters, musizierten am Sonntag in der voll besetzten Aula der Heinrich-Schütz-Schule. Ein gelungener Auftakt war die Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel, sauber und rhythmisch sicher gespielt vom Mittelstufenorchester des Friedrichsgymnasiums unter der Leitung von Eduard Menzel.

Was sich beim Spiel des Konservatoriumsorchesters aus Quito (Leitung Diego Carrión) schon andeutete, wurde beim Auftritt des Jugendorchesters aus Recife (Leitung Gustavo de Paco) noch gesteigert: das südamerikanische Temperament mit dem hinreißenden Spiel auch der schwierigsten Rhythmen.

Der lang anhaltende Beifall für beide Orchester war der Lohn für die Strapazen, die die Jugendlichen bei dieser nur einwöchigen Proben- und Konzertreise zu bewältigen hatten. Eine Ouvertüre von Henry Purcell, gespielt von einem (Holz-) Bläserquartett mit Christian Uhlenhut, Flöte, Marina Seidler, Oboe, Annika Rösner, Klarinette, und Vincent Ellenberger, Fagott (Leitung Judith Gerdes), war eine schwungvolle kammermusikalische Einlage.

Mit Spannung erwartet wurde der abschließende Auftritt des „Weltorchesters Kassel 2013“ mit der Uraufführung einer lateinamerikanischen Sinfonia unter Leitung des Komponisten. Erstaunlich, wie die unterschiedlichen Ensembles mit wenigen Proben zu einem gemeinsamen Musizieren fanden, das für alle Beteiligten, Musiker und Hörer, sicher zu einem lange wirkenden Erlebnis wurde.

Von Gerhard Rassner

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