Konzert der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in der voll besetzten Baunataler Stadthalle

Wenn Carmen den Steppenwolf trifft

Starke Aufbauarbeit: Schüler der Lichtenberg-Schule zeigten im Konzert, was sie können. Foto: Socher

Baunatal. Echt cool. Eine  E-Gitarre grummelte im Hintergrund, und die jungen Herren vom Schulchor berichteten, dass Papa ein „Rolling Stone“ gewesen sei. Der Soul-Song war nicht der einzige Hit in der Baunataler Stadthalle. Denn beim Jahreskonzert der Kasseler Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule hieß es: Volle Bühne, volles Haus - und geballte Musikbegeisterung.

300 Mitwirkende gestalteten das dreistündige Konzert, bei dessen Auftakt schon allein 165 Kinder auf der Bühne standen. Das Gymnasium mit dem Landeszertifikat „Schule mit Schwerpunkt Musik“ setzt auf aktives Musizieren, weshalb anfangs alle Sechstklässler in Bläser-, Streicher-, Perkussions- und Gesangsgruppen zu erleben waren. Eine starke Aufbauarbeit, unter anderem mit viel Titanic-Gefühl („My Heart Will Go On“).

Mit Bands, Orchestern, dem Chor und der Tanzgruppe ging es genauso engagiert weiter. Neben den Musiklehrern Hildegard Hirosawa, Annette Sieben, Michael Rosenthal, Christiane Stückrath, Katharina Teller und Martin Fischer haben Pädagogen der Musikschulen Kassel und Baunatal sowie des Musikzentrums im Kutscherhaus den Konzerterfolg vorbereitet.

Da die Musikwelt bunt ist und man keine Scheuklappen kennt, reiste man durch die Genres. Die Bigband, geleitet von Berthold Althoff und Martin Fischer, ließ den Steppenwolf aus dem Gehege („Born To Be Wild“), während das Orchester und seine Dirigentin Hildegard Hirosawa die wilde Carmen hochleben ließen. Mit „Adiemus“ und „Papa Was A Rolling Stone“ landete der von Annette Sieben geleitete Chor gleich zwei Volltreffer hintereinander.

Zudem überzeugten mehrere junge Talente: der Schlagzeuger Jan-Hendrik Erichson etwa oder Sina Jakob (Klarinette) und Melissa Piskorsch (Bassetthorn), wobei Letztere in Mendelssohns Konzertstück d-moll die anspruchsvollste Solistenaufgabe hatte. Stürmischen Beifall in der proppenvollen Halle gab es nach allen gekonnten Darbietungen.

Von Georg Pepl

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