Gospelchor-Treffen in Vellmar mit „Joakim Arenius & Praise Unit“, „Open Arms“ und „Get up!“

Wenn die Kirche tanzt und singt

Gospelnacht in der Adventskirche Niedervellmar: „Praise Unit“ aus Schweden unter der Leitung von Joakim Arenius (rechts vorn). Foto:  Malmus

Vellmar. „Get together in the Name of the Lord“, lautet am Freitagabend das Motto - genauso wie der erste Song. Mit ansteckender Singfreude eröffnet der Vellmarer Gospelchor „Open Arms“ (Leitung: Thorsten Seifert) einen ganz besonderen Gospelabend in der brechend vollen Niedervellmarer Adventskirche.  Soundtracks wie „Halleluja“ (Shrek) oder „Gabriellas Song“ (Wie im Himmel) ziehen die Zuschauer in den Bann. Bis „Open Arms“ mit dem schönen „Shine your light“ mit „Get up!“, dem Gospelchor der evangelischen Landeskirche (Leitung: Peter Hamburger), die Bühne tauscht.

Aus „Shine your light“ wird in gefühlvollem Übergang passend „In your spirit we share community”. Daraufhin besticht „Down by the riverside” von Kirk Franklin als besonders groovende Version des alten Spirituals. Auch Franklins „Lean on me“ bieten die Kasseler erfrischend innovativ dar. Mit dem Song „Get up!“ (Osloer Gospelchor) endet fulminant der erste Teil des Abends, an dem nicht nur auf, sondern auch vor der Bühne kräftig gesungen wurde.

Dann der Höhepunkt nach der Pause: Einer der Top five der europäischen Gospelchöre betritt die Bühne: Schon der Aufgang von „Praise Unit“ ist toll choreografiert. Doch als die zehn Sängerinnen und Sänger den Mund aufmachen, verschlägt es einem schier die Sprache: Ein fantastisches Stimmvolumen, ein Klang wie aus hundert Kehlen und doch so absolut klar braust dem Publikum entgegen, untermalt von einem Groove aus Soul, Funk und HipHop der fünfköpfigen Band im Hintergrund.

Dann betritt der Kopf von „Praise Unit“ die Bühne, Joakim Arenius, ein Mann, von dem eine wunderbar positive Ausstrahlung ausgeht. Die Songs kommen aus tiefstem Herzen, mit Wahrhaftigkeit und Lebensfreude aus den elf Kehlen. Viele hält es nicht mehr auf den Bänken: Sie tanzen mit.

Ob Arenius bei „Get out of the boat“ dazu ermuntert, neue Wege auszuprobieren, bei „Thy will be done“ an den weisen Ratschluss Gottes glaubt oder mit dem Publikum plötzlich auf Deutsch betet und dann mit Chor und Publikum „Sein Name ist Jesus“ singt: Das Publikum schwankt zwischen feuchten Augen, Ergriffenheit und ausgelassen fröhlichem Tanz.

Von Alexander Pluquett

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