Das Kasseler Staatstheater veranstaltet die Hessischen Theatertage - Beginn ist am Sonntag

Wettstreit der Bühnenkunst

Konzentrierte Atmosphäre: Das Gießener Ensemble mit „Graf Öderland“ und (hinten, von links) Milan Pesl, Carolin Weber und Corninian Deller, (vorn von links) Rainer Hustedt und Rainer Domke. Foto: Rolf K. Wegst / nh

Kassel. Der Name soll Programm sein. „Hessens Beste“ ist das Motto der Hessischen Theatertage, die am Sonntag im Kasseler Schauspielhaus beginnen. Das Festival findet alle zwei Jahre statt, zuletzt war Kassel im Jahr 2002 Gastgeber.

Das Staatstheater hat zwölf Produktionen ausgewählt, die auf den Bühnen des Schauspielhauses und des Theaters im Fridericianum (tif) gezeigt werden - sechs Stücke von Staats- und Stadttheatern, sechs Stücke von freien Ensembles. Die Theaterleitung ist also im Land herumgereist und hat bemerkenswerte, große Produktionen für den Wettstreit ausgewählt, bei dem auch Preise in verschiedenen Kategorien und im Wert von 20 000 Euro vergeben werden.

Hessische Dramatiker

Eröffnet wird das einwöchige Festival am Sonntag, 15. Mai, mit Johann Wolfgang von Goethe: „Stella“ kommt vom Schauspiel Frankfurt, inszeniert hat Regiestar Andreas Kriegenburg. Mit einem hessischen Theaterautor endet das Festival auch: Das Kasseler Staatstheater zeigt am 21. Mai Georg Büchners „Woyzeck“ - eine aufsehenerregende Inszenierung von Markus Dietz, die in der Stadt seit Wochen für Gesprächsstoff sorgt.

Dazwischen gibt es Sartres „Die schmutzigen Hände“ aus dem Landestheater Marburg (17.) und Max Frischs „Graf Öderland“ vom Stadttheater Gießen (18.). Das Staatstheater Darmstadt zeigt „Alle meine Söhne“ von Arthur Miller (19.), und vom Staatstheater Wiesbaden wird die Bühnenadaption des preisgekrönten Romans „Der Turm“ von Uwe Tellkamp nach Nordhessen geschickt (20.). Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

Erstmals in der Geschichte des Festivals bekommen die freien Ensembles ebensoviel Raum wie die großen Häuser. Sechs Stücke aus Kassel, Gießen und Frankfurt sind eingeladen, sie werden jeweils um 18 Uhr im tif gezeigt - um den Besuchern die Möglichkeit zu geben, an einem Tag zweimal Theater zu erleben.

Jan Deck, Geschäftsführer des Landesverbandes professionelles freies Theater Hessen hat für das tif Stücke ausgewählt, die einen Blick in die Kraft und Kreativität der Off-Szene bieten. Teilweise handelt es sich um Produktionen von Absolventen des Instituts für angewandte Theaterwissenschaften aus Gießen - die als Kreativschmiede für das Theater von morgen gilt.

Bei Einführungsveranstaltungen 15 Minuten vor jeder Vorstellung und bei einer Podiumsdiskussion am Samstag, 15 Uhr, im tif-Foyer sind Begegnungen mit den kreativen Theatergästen aus ganz Hessen möglich.

Von Bettina Fraschke

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