Mit Swing und Witz: Die Kasseler Formation Groove Juice mit ihrem Weihnachtskonzert im Schlachthof

Wichteln mit Lausbubencharme

Hatten köstlichen Spaß: Groove Juice bei ihrem Auftritt im Schlachthof. Foto: Zgoll

Kassel. Alle Jahre wieder, kurz vorm Fest, werden sechs Kasseler Jazz-Musiker unter dem Namen Groove Juice zum swingenden Bodenpersonal des Christkindes und bescheren dem Publikum im Schlachthof ein Weihnachtsprogramm, das vor Schwung und guter Laune nur so sprüht.

Auch das ausverkaufte Auftaktkonzert am Freitag hatte diese prächtige Aura. Überwiegend weihnachtliche Ohrwürmer aus dem American Songbook strahlten von der Bühne. Stücke wie „Jingle Bells“, „Let it snow“, „All I want for Christmas“ oder „Santa Baby“. Allesamt auf hohem Niveau arrangiert und mitreißend schwungvoll präsentiert.

Doch diese Tugenden allein sind es nicht, die die Weihnachtskonzerte von Heiko Eulen (Bass), Jens Großmann (Klavier, Akkordeon), Jürgen Grauer (Schlagzeug), Michael Koch (Saxofon), Peter Altwasser (Horn) und Urban Beyer (Trompete) so liebenswert wie unterhaltsam machen - es sind auch die ansteckende Spielfreude, der Humor und die so sympathische Aura.

Im Mittelpunkt dieses gelungenen Netzwerks und zugleich Moderator, Sänger und Gute-Laune-Generator: Urban Beyer. Der geborene Entertainer. Kaum hat er das Mikro vor dem Mund, schon sprudeln Witz und Lausbubencharme nur so aus ihm heraus.

Auch an verrückten Ideen mangelt es ihm nicht: „Der legendäre Tänzer Fred Astaire hat sich stets ’n Wolf getanzt und konnte sogleich darauf ohne jede Atemnot auch noch singen“, staunte Beyer und fragte sich; „Ob ich das auch schaffe?“

Sogleich verließ er die Bühne und schnaufte das Treppenhaus hoch. Zwei Minuten später erschien er wieder vorm Mikro – setzte atemlos zum Singen an und bekannte um Luft ringend: „Klappt nicht, geht nicht.“ Ein köstlicher Spaß für das Publikum.

Auch seine Bandkollegen zeigten Humor. So beim Wichteln. Jeder war mal dran, einen Namen des Mitspielers zu ziehen und ihn dem Publikum vorzustellen. Weitere Bescherungen: Gast-Gitarrist Thomas Kepper bewies sein Können, und Sängerin Nicole Jukic zeigte mit ihrer dunklen Samtstimme, dass Weihnachten ein Fest der Gefühle ist. Stürmischer Applaus, drei Zugaben.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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