Wiederaufnahme von Verdis „Otello" mit Yoel Gamzou

Sängerisch stark: Ray M. Wade jr. (Otello) und Nina Bernsteiner (Desdemona). Foto: Klinger

Kassel. Sturm, Eifersucht - und Ovationen: Mit heftigem Beifall quittierten rund 500 Gäste die Wiederaufnahme von Giuseppe Verdis „Otello“ im Kasseler Opernhaus. Ein glänzender Beitrag des Staatstheaters zum Verdi-Jahr, auch wenn die Inszenierung von Volker Schmalöer nicht zu den Großtaten der Opernregie zählen dürfte.

Dafür imponierte die musikalische Seite stärker als zuvor. Gerade der Erste Kapellmeister, Yoel Gamzou, sammelte weitere Sympathiepunkte beim Publikum. Chor und Orchester fordernd, dirigierte er mit ungeheurer Energie, dabei flexibel und mit viel Gespür für den freien Atem der Musik.

Intensiv gelang der abschließende 4. Akt mit dem sensibel spielenden Staatsorchester (Englischhorn!) und der anrührenden Nina Bernsteiner (Desdemona). Mit expressiver Wärme und substanzvoller Stimme war sie die Solistin des Abends.

Neu in der Titelpartie zu erleben: der aus Amerika stammende Tenor Ray M. Wade jr., der in Deutschland eine beachtliche Karriere hingelegt hat. Sein Otello überzeugte eher durch lyrischen Feinschliff als durch dramatische Kraft - und harmonierte gut mit der fiesen Eleganz, die der bewährte Espen Fegran in der Schurkenpartie des Jago hören ließ. Neben Otello war auch der hauseigene Tenor Paulo Paolillo neu dabei: ein hörenswerter Cassio.

Wieder am: 10. Februar, 22. und 31. März. Karten unter: Tel. 0561-1094-222.

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