Schauspielerin Kristen Stewart im Interview über den Erfolg der „Bis(s)“-Filme und ihre Nervosität

„Es wird nie zu viel des Guten“

Die Hauptrolle der Bella Swan in der Verfilmung der „Twilight“-Bestseller von Stephenie Meyer bescherte der Schauspielerin Kristen Stewart frühen Starruhm und Kultstatus. In dieser Woche kommt nun der dritte Teil, „Eclipse“ in die Kinos. Trotz des Ruhms ist die 20-Jährige bodenständig geblieben.

Für wen haben Sie geschwärmt, als Sie im Alter der „Twilight“-Fans waren?

Kristen Stewart: Um ehrlich zu sein, habe ich für niemanden einen ähnlichen Fanatismus entwickelt, wie ich ihn bei einigen „Twilight“-Fans erlebe. Es gab Musiker, die mich zu Tränen gerührt haben, aber das war es. Ich habe Brüder, ich habe als Kind viel Sport getrieben und Schlagzeug gespielt. Offensichtlich gab es keinen Schwarm.

Ähnlich fanatisch wie die Fans geben sich auch die „Twilight“-Gegner. Warum bewirkt die Serie eine solche Reaktion?

Stewart: Das frage ich mich oft. Ich weiß es nicht. Wenn etwas sehr populär wird und man trifft als Nicht-Fan allerorten auf diese Sache, fühlt man sich vielleicht gestört. Dann gibt es die, die aus Prinzip immer eine konträre Position einnehmen. Und es gibt jene Leute, die die Filme nicht mögen, weil sie die Bücher so geliebt haben und wir in ihren Augen keinen guten Job gemacht haben. Man kann nicht jeden zufriedenstellen.

Wie gehen Sie selbst damit um, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen?

Stewart: Es wird nie zu viel des Guten. Aber in Momenten, in denen ich auf der Bühne vor so vielen Menschen stehe und ihre Energie spüre, wirkt sich das unbestreitbar auf mich aus. Viele Menschen verstecken ihre Emotionen, aber wenn ich etwas fühle oder denke, kann ich es nicht verbergen. Es kann rüberkommen, als wäre es mir unangenehm. In Wirklichkeit bin ich nervös, weil mir die Sache viel bedeutet.

Sind Männer für Sie zu durchschauen, weil Sie mit Brüdern aufgewachsen sind?

Stewart; Ich finde es generell schwierig, Männer miteinander zu vergleichen. Ich kenne meine Brüder sehr gut, aber deshalb kenne ich nicht automatisch „die Männer“.

Zum ersten Mal haben Sie in „Panic Room“ Aufmerksamkeit erregt. War die Arbeit mit Jodie Foster eine Art Schauspielschule?

Stewart: Beim Dreh von „Panic Room“ war ich zehn Jahre alt. Als ich klein war, wollte ich wie sie sein. Deshalb war es ein Glücksfall, dass sie zu meinem Vorbild wurde und niemand anderes.

Fühlen Sie sich unter Druck gesetzt, wenn Sie als Vorbild für viele junge Mädchen herhalten sollen?

Stewart: Nein. Ich dränge mich niemandem auf. Meine Figur Bella ist definitiv jemand, zu dem man aufsehen kann. Und ich bin nicht sie. Wenn mich jemand als Person schätzt, dann ist das eine persönliche Entscheidung. Ich strapaziere meinen Status als Prominente nicht über.

Wie bewahren Sie sich Ihre Bodenständigkeit?

Stewart: Ich habe eine großartige Familie. Wenn ich abheben würde, würden sie mich schnell auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

Sehen Sie den Dreharbeiten zur Fortsetzung „Breaking Dawn“ mit gemischten Gefühlen entgegen? In diesem Buch geht es blutiger zu als bisher.

Stewart: Ich weiß nicht, wie blutig es werden wird. Ich bin sehr neugierig auf das Baby. Vielleicht wird ein Schauspieler diese Szenen spielen, die man dann mittels Computer umwandelt. Ich bin aufgeregt, wenn ich daran denke, dass ich zum Vampir werde.

Von André Wesche

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