Witz vom anderen Stern: Die Musicalkomödie „Rhapsody in Space 2“

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Altes Format originell umgesetzt: Auf der „U.S.S. Rhapsody“ halten First Lieutenant Uriah Peep (Inga Jamry) und Captain Shyla T’Boria (Annabelle Mierzwa) die Stellung. Im Hintergrund auf der Leinwand: Admiral Allister T. Ballister (Michael Fajgel).

Kassel. Am Freitagabend sollte in fremde Galaxien abgehoben werden: Das Musical „Rhapsody in Space 2“ von Regisseur Rüdiger Canalis Wandel hatte im Theater im Centrum Premiere.

Im Stück versucht der ehemalige Raumschiffkommandant und jetzige Schreibtischtäter Admiral Allister T. Ballister (Michael Fajgel), auf seine „alte Lady“, die „U.S.S. Rhapsody“, zurückzukehren. Währenddessen sucht der durch einen Ring unbesiegbar gewordene Imperator Drönar Hammersfahrt nach zerstörerischer Unterhaltung. Ihre Wege kreuzen sich, da Ballister als der größte Krieger der Erdenmenschen gilt und Imperator Hammersfahrt in ihm eine echte Herausforderung sieht.

Hammersfahrt versucht, seine Frau Walkyria (Tanja Krauth) mit einem Kampf zu beeindrucken – er verspricht, den Ring beim Kampf abzulegen. Seinen Wunsch, die „U.S.S. Rhapsody“ wieder zu fliegen, versucht Ballister, mithilfe seiner alten Crew zu erfüllen – gespielt von Annabelle Mierzwa, Martin Rüegg, Inga Jamry und Tanja Krauth. Doch das Ende der Erde rückt näher.

Das Musical von Christoph Steinau unter der musikalischen Leitung von Roland Oumard ist ein kosmisches Pointenfeuerwerk. Mit mal infantilem, mal intelligentem und unverstandenem Witz, oft mit Slapstick versehener Situationskomik hangelt sich die Handlung von einer Sing- und Tanzeinlage zur nächsten – die Choreografien stammen von Loreen Fajgel.

Die Geschichte ist von pop- und soziokulturellen Referenzen nur so gespickt. Man kann viele Details finden und sie etwa „Eine schrecklich nette Familie“, „Dragonball Z“ und „Herr der Ringe“ zuordnen.

Die Lieder sind Titel aus der Pop- und Rockhistorie. Wie der Name des Stücks vermuten lässt, kommen Queen mit einem Song, aber auch AC/DC, The Bangles, Led Zeppelin und Run DMC vor, entweder im Original oder umgeschrieben.

Bei der Kulisse wurde sich nicht nur auf die Bühne beschränkt. Im ersten Teil wird häufig das Publikum eingebaut oder es wurden Videoübertragungen mit Szenen von einem Gelage im „Hot Legs“ in der Friedrich-Ebert-Straße gezeigt. Das Konzept erinnert an „Traumschiff: Surprise“ von Bully Herbig. Das ist nicht neu, aber sehr originell umgesetzt.

Je weiter die Handlungsstränge fortschreiten und zusammenfinden, desto auffälliger wird, mit wie viel Liebe zum Detail am Gesamtkonzept gearbeitet wurde. Ein schönes Format, das die ganze Familie unterhalten kann.

Nächste Aufführungen vom 24. bis 27. Oktober, jeweils 19.30 Uhr, im Theater im Centrum, Akazienweg 24. Karten: 0561/7018 722.

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