Kontraste beim zweiten Abend des Weltmusikfestivals: Wimme Saari, Fjarill und Mimmit

Von Wölfen und Schmetterlingen

Kassel. Ob faszinierend fremd oder verträumt romantisch: Der zweite Abend des Kasseler Weltmusikfestivals wurde unterschiedlichen Vorlieben gerecht. Knapp 400 Gäste kamen am Samstag ins Foyer der Kasseler Sparkasse, wo man bei einem viereinhalb-stündigen Konzert drei Musikgruppen erlebte - und passend zur Adresse in der Wolfsschlucht einen Wolf jaulen hörte.

Tierstimmen nachzuahmen, ist ein Bestandteil des Joik, des traditionellen Gesangstils der Samen. Der finnische Vokalist Wimme Saari präsentierte den beschwörenden Schamanengesang zu dunklen Fundamenten der Bassklarinette, groovige Perkussion und dezenten elektronischen Effekten. Auf die herbe Schönheit folgte der bezaubernde Folkpop des Damenduos Fjarill, dessen Name Schmetterling bedeutet. Mit sanftem Stimmklang und kammermusikalischen Klavier- und Geigentönen eroberten die Schwedin Aino Löwenmark und die Südafrikanerin Hanmari Spiegel die Zuhörer.

Frei wie sein Namensgeber flatterte das Duo durch Tempi, Stimmungen und Gefühle. Zuletzt wurde der harte Kern des Publikums zu einem Tänzchen animiert. Die finnische Gruppe Mimmit um die farbenfroh gekleideten Schwestern Pauliina Lerche und Hannamari Luukkanen hatte ihre Version des karelischen Folk mitgebracht. Die war eingängig wie ein Kinderlied, aber auch eigen und pfiffig. Ein Vergnügen um Mitternacht.

Von Georg Pepl

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