Wolfgang und Florian Dauner beim Jazzfrühling

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Vater Wolfgang Dauner.

Kassel. Wolfgang Dauner ist ein sehr vielseitiger Künstler: Keyboarder, Filmkomponist, Jazz-Pianist, 1976 Mitgründer des United Jazz and Rock Ensembles. Viele Jahre arbeitete er mit Konstantin Wecker zusammen.

Mittlerweile ist der gebürtige Stuttgarter 79 Jahre alt. Längst überfällig also, mal ein musikalisches Projekt mit seinem Sohn Florian auf die Beine zu stellen.

Sohn Florian Dauner

Auch der ist nämlich ein bekannter Musiker und verfügt über viel musikalisches Talent, das er überwiegend bei den Fantastischen Vier einbringt. Am Sonntag präsentierten beim Jazzfrühling ihr gemeinsames Album „Dauner / Dauner“ im bestens gefüllten Theaterstübchen. Man durfte auf die Kontraste und Gemeinsamkeiten gespannt sein: Vater und Sohn, ein Jazz-Pianist und ein Schlagzeuger, wobei Florian Dauner überwiegend andere Genres bedient.

Mit dem Stück „2012 + 1“ ging es in den Abend. Wie es zu diesem Titel kam, erklärte Wolfgang Dauner, der mit seiner dunklen Sonnenbrille und dem silbergrauen Haarzopf etwas an den exzentrischen Modeschöpfer Karl Lagerfeld erinnert: „Flo spielt seit 20 Jahren in der ganzen Welt, ich nur in Stuttgart. 2013 entschlossen wir uns, was zusammen zu machen.“ So entspannt kam das rüber, als ginge es um einen gemeinsamen Angelausflug.

Eine facettenreiche Melange aus Ruhe und Dynamik ist das Resultat. Die Stücke und das Zusammenspiel der beiden begeisterten das Publikum. Dabei war Florian Dauner alles andere als nur Begleitung. Sein Schlagzeugspiel war erstklassig. Der 44-jährige variierte die Rhythmen, kreierte verschiedene Stimmungen - mal unterstrich er das Spiel des Vaters, mal kontrastierte er es. Wolfgang Dauner zeigt auf der gemeinsamen CD viele ruhige Facetten, setzt viel auf Akkorde, pointiert über Pausen und symmetrische Tonsprünge.

Auch dezente elektronische Klänge fließen in die Arrangements der beiden mit ein.. „Keine Angst, es ist nur eine flächendeckende Darstellung im Hintergrund“, erklärte Wolfgang Dauner. Lang anhaltender Applaus und zwei Zugaben.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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