Kunststudenten organisieren Ausstellungen im Stellwerk

Immer mehr Zuspruch für Ausstellungsraum Stellwerk 

Engagiert: Die Kasseler Kunststudenten (von links) Jens Gantz, Viola Sielaff, Erik Schäfer, Frank Dölling und Nikolas Wefers koordinieren die Ausstellungen im Stellwerk. Außerdem gehören Damien Crowe, Jea-Yun Lee und Matthias Esch zum Organisationsteam. Foto: Dietzel

Kassel. Ihre Ideen und ihr Einsatzwille zahlen sich aus: Die acht Studenten der Kasseler Kunsthochschule, die sich um den Ausstellungsraum Stellwerk im Kulturbahnhof kümmern, erleben, wie ihr Projekt immer mehr Zuspruch findet.

Zur Zeit gibt es im Stellwerk regelmäßig Ausstellungen von Malerei bis Fotografie. „Das Interesse ist gewachsen“, berichtet Erik Schäfer (23), der seit eineinhalb Jahren dabei ist. Das Stellwerk sei jetzt besser organisiert, und das zahle sich aus.

Bis vor Kurzem waren es nur vier Freiwillige, die sich um die Organisation gekümmert haben. Mit einem doppelt so großen Team könne jetzt besser geplant werden. „Es macht Spaß zu sehen, dass wir erfolgreich sind“, sagt der 25-jährige Jens Gantz.

Jeder ist für alles verantwortlich

Jeder ist grundsätzlich für alles verantwortlich, aber jeder hat zudem besondere Zuständigkeiten. Frank Dölling (21) zum Beispiel kümmert sich um die Bar während der Ausstellungseröffnungen, und Jens Gantz gestaltet die Webseite. Der Austausch findet meist über Telefon und E-Mail statt. Außerdem sehen sich die Studenten oft an der Uni, was die Organisation erleichtert.

Das Stellwerk wurde 1995 vonProf. Norbert Radermacher und Studenten gegründet. Jetzt arbeiten die Studenten eigenständig, was ihnen viele Freiheiten bietet, so erzählen sie. Der Raum ist für junge und etablierte Künstler offen, sie müssen nur das Organisationsteam mit ihrer Bewerbung überzeugen. Die Ausmaße machen den Raum interessant: eine quadratische Fläche und hohe Wände. „Die Künstler können sich hier austoben“, sagt Nikolas Wefers (23).

Die Studenten erreichen nach eigenen Angaben viele hochwertige Bewerbungen. Erik Schäfer: „Wir sind keine Kuratoren, haben aber das Recht auszuwählen.“ Zugleich nutzen die Studenten die Möglichkeit, dort eigene künstlerische Arbeiten zu zeigen. So lernen sie die Kunst und den Ausstellungsbetrieb von allen Seiten kennen.

Hoffnung auf documenta 13

Die Gruppe erhofft sich viel von der documenta 13. Bei Bedarf wollen die Studenten zu besonderen Anlässen zusätzlich Räume anbieten. Außerdem sind sie bestrebt, weitere Kontakte zu knüpfen und ihre Bekanntheit auszubauen. Besonders durch eine bessere Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule versprechen sie sich mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Irgendwann möchten sie bekannte Künstler ausstellen lassen, die noch mehr Besucher locken.

Als Nächstes ist am Mittwoch, 19. Oktober, von 16 bis 20 Uhr, die Ausstellung „Die Phobie“ der Zeichnerin Daniela Witzel zu sehen.

www.stellwerkprogramm.de

Von Stefanie Dietzel

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