Dub Fx und Mr. Woodnote begeistern junges Publikum im Kasseler Kulturzelt

Der australische Sänger und Beatboxer Dub Fx. Foto: Fischer

Kassel. Was als Straßenmusik in Melbourne begann, ist zu einer internationalen Karriere geworden. Sie führte Dub Fx (Benjamin Stanford) am Sonntagabend in den Kasseler Musiker-Olymp, ins Kulturzelt.

Der australische Beatboxer, Rapper und Sänger erfüllte das Zelt mit seinem einzigartigen Sound.

Es sei zwar noch etwas früh und noch nicht Mitternacht, aber er werde alle mit seinem Bewusstsein in die richtige Stimmung bringen, kündigte Stanford an. Dafür gab es dann eine Mischung aus HipHop, Reggae und Drum ’n’ Bass. Eingebettet in seine breite Stimmrange und Elektrosounds.

Stanfords „Stimmen“ echoten durch das Zelt. Live-Loops sind sein Markenzeichnen: In Echtzeit nimmt er mit einem Looper seine Stimme auf und vervielfältigt sie auf der Bühne. Beim Beatboxing imitiert er mit Mund und Rachen Instrumente und Klänge aller Art. Am Ende hört es sich an wie vom DJ abgemischt.

Als Special Guest bekam Dub Fx Unterstützung von einem langjährigen Wegbegleiter, Michael Melican alias Mr. Woodnote am Saxofon. Hört man die beiden zusammen, meint man, es gäbe keine passendere Kombination als diese.

Das Kulturzelt ist bei der Jugend angekommen: Das auffallend junge Publikum feierte ausgelassen. Zum Puls des Beats und Funk des Saxofons wurde mitgewippt und getanzt. Songs wie „Fake Paradise“ und „So are you“ von seinem neuen Album „Thinking Clear“ (2016) begeisterten die Fans.

Neben dem Spaß an der Musik gehe es Dub Fx auch um einen bewussten Umgang mit der Natur und den Mitmenschen. Er selbst sei als weißer Mann aus einem reichen Land privilegiert. Stanford wies auf den Ursprung seiner Musik hin: Jamaika, die Karibik und Afrika.

Viel Applaus für seine ernste Ansprache. Und nicht nur dafür, denn Stanford hielt, was er versprach: Am Ende hätte das Konzert nicht erst um Mitternacht beginnen sollen, sondern einfach bis dahin andauern.

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