Die Ballettschule Ho gastierte mit Tschaikowskys „Nussknacker“ im Schauspielhaus

Wunderland des Tanzes

Traum mit Tutus: Schülerinnen der Ballettschule Ho. Foto: Zgoll

Kassel. Obgleich die Szenerie winterlich ist und eine fröhlich-festliche Stimmung heraufbeschworen wird, hält der „Nussknacker“ von Tschaikowsky mehr bereit, als das Publikum auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Und so konnte auch die Aufführung der Tanzschule Ho am frühlingshaften Sonntag vor allem eins deutlich machen: die Freude am Tanz.

Mit einer fulminanten Darbietung zeigten die Schülerinnen aller Altersstufen ihr Können. Inszeniert und choreografiert von Terrance Ho Sin Hang, unter Mitwirkung von Milanka Katcharova, Julie Franzen und Yukie Fukuzumi begeisterte das Stück das Publikum im ausverkauften Schauspielhaus.

Clara, leicht getanzt von Jasmin Hanke, bekommt zu Weihnachten von ihrem Patenonkel, Heinrich Baumgärtner, einen Nussknacker geschenkt. In der Nacht hat sie einen seltsamen Traum: Der Nussknacker wird lebendig (getanzt von Madlen Kunert) und zieht mit einem Heer aus Spielzeugsoldaten gegen die Mäuse und die Rattenkönigin, Christina Ahler, in den Kampf. Mithilfe von Clara gewinnt der Nussknacker und nimmt das Mädchen mit in sein Wunderland. Dort erlebt die ältere Clara (Carla Klaassen) eine beeindruckende Tanzdarbietung, bei welcher der Tanz der Zuckerfee (ebenfalls Madlen Kunert) sicherlich einen Höhepunkt darstellt.

Beeindruckend ist auch die Zahl der Mitwirkenden: Die über 80 Akteure von ganz klein bis groß boten vom einfachen Kinderreigen bis hin zum Spitzentanz eine breite Palette der Ballettkunst. Formationen in altersgemischten Gruppen wie beim Kampf zwischen Nussknacker und Rattenkönig oder die einzelnen Tänze in der zweiten Hälfte mit Soli und kleinen Gruppen begeisterten das Publikum einerseits durch die professionellen Aufstellungen auf der Bühne, andererseits durch ihre harmonischen und anmutigen Bewegungen. Einzig die wunderschönen Kostüme dienen gewissermaßen als Requisiten und geben auf der leeren Bühne Hinweise auf die Szenerien. So steht der Tanz im Mittelpunkt und erntete verdienten Applaus.

Weitere Aufführung am 30.3.,18 Uhr, Schauspielhaus.

Von Kirsten Ammermüller

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