Die Louis-Spohr-Sinfonietta beim Neujahrskonzert

Wurstlmann zu Besuch

Beste Laune zum neuen Jahr: Unter der Leitung von Lore Schrettner (links) spielte die Louis-Spohr-Sinfonietta für 400 Zuhörer im Bürgerhaus Obervellmar. Foto: Malmus

Vellmar. Wie oft hat man schon beim traditionellen Neujahrskonzert der Schule für Musik und Tanz „Chroma“ aufgespielt? Lore Schrettner, Konzertmeisterin und Leiterin der deutsch-österreichischen Louis-Spohr-Sinfonietta, warf in ihrer Moderation selbst die Frage auf. Die Geigerin sagte, seit etwa 20 Jahren gebe diese Konzerte und relativierte es dann auf gut österreichische Weise: „San ma scho so oid“?

Alles andere als alt sah diesmal die Publikumsreaktion aus: Beste Laune herrschte bei den 400 Gästen im Bürgerhaus Obervellmar – auch, aber nicht nur wegen des kernig steirischen Charmes Schrettners. Mit bewährtem Elan servierte das Ensemble – zwölf Streicher nebst Pianist und Schlagzeuger – Hits der leichten Muse. Die Wiener „Sträuße“ waren da ebenso vertreten wie der Däne Jacob Gade (Tango „Jalousie“) oder Richard Eilenberg, von dem passend zum Tief Daisy die „Petersburger Schlittenfahrt“ in die Gehörgänge galoppierte.

Neben den Instrumentalisten, darunter der „Chroma“-Leiter Gerhard Förster und zwei weitere Lehrer der Musikschule, ließ sich die österreichische Sopranistin Marika Ottitsch-Fally sehr charmant hören und sehen, etwa beim „Schwipslied“ aus der Strauss-Operette „Eine Nacht in Venedig“ oder bei Franz Lehárs herrlich sentimentaler Paprikamischung „Hör’ ich Cymbalklänge“.

Außerdem gab es lustige Einlagen vom auf den Amboss hämmernden Schlagzeuger Jürgen Grauer bis zu Faschingskindern, die sich herzhaft trötend ins Publikum mischten. Steirische Würstel wurden bei Oskar Nedbals „Lieber kleiner Wurstlmann“ gereicht, und ganz am Ende durfte man, wie es sich für eine Neujahrskonzert gehört, beim Radetzkymarsch mitklatschen.

Von Georg Pepl

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