Das Beatles-Musical „All You Need Is Love“ rockte die Kasseler Stadthalle

Yeah! Yeah! Yeah!

Sie spielten die Beatles-Hits nicht nur nach: Die Musiker der US-Band Twist And Shout vor dem großen John Lennon. Foto: Koch

KASSEL. „Anschnallen bitte!“, hieß es am Samstag gleich zweimal in der Kasseler Stadthalle, wo die Zeitmaschine jeweils etwa 2000 willige Reisende in die 1960er-Jahre katapultierte. Am Geburtstag des 2001 verstorbenen George Harrison wurden in einer zweistündigen, detailgetreuen Revue die wichtigsten Etappen der phänomenalen Karriere der Beatles, der noch immer bekannteste und erfolgreichste Musikgruppe aller Zeiten, amüsant und teilweise mitreißend nachgestellt.

Vom Liverpooler Cavern über die Reeperbahn in den Starclub, ins New Yorker Shea Stadium und nach London führte der Nostalgie-Trip, bei dem ein als Roadie verkleideter Moderator den Reiseführer gab und die Gäste mit den notwendigen Informationen fütterte. Die dargebotene Band-Biografie endete mit dem legendären Dach-Konzert und den Zerwürfnissen zwischen Paul McCartney und John Lennon. Auf die Ermordung des Letzteren und den Tod Harrisons wurde nicht eingegangen.

Im Zentrum des Geschehens stand natürlich die unsterbliche Musik des genialen englischen Quartetts: Von „Love Me Do“ über „Help“ und „Yesterday“ bis „Come Together“ wurden zahlreiche Hit-Raketen gezündet, und bei „She Loves You“ zeigte das Publikum gar moderate Ansätze von Beatlemania. Hohes Lob muss der ausgezeichneten amerikanischen Band „Twist And Shout“ gezollt werden, die es verstand, in wechselnden Kostümen mit den typischen Instrumenten die Songs einschließlich der Soli Ton für Ton wie die Originale klingen zu lassen. Die verblüffende Ähnlichkeit von „Paul“ und „John“ mit ihren Vorbildern, dazu die synchronen Filmsequenzen im Hintergrund, ließen die Illusion perfekt werden, in einem Beatles-Konzert zu sitzen.

Das begeisterte Publikum zwischen sieben und siebzig Jahren erklatschte sich stehend noch vier Bonus-Songs.

Von Wolfgang Wollek

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