Der 24-jährige Dirigierstar leitet in den nächsten drei Spielzeiten weitere Konzerte mit dem Staatsorchester

Yoel Gamzou wird Gastdirigent

Fortsetzung einer glücklichen Zusammenarbeit: Generalmusikdirektor Patrik Ringborg (links) empfängt den neuen festen Gastdirigenten Yoel Gamzou im Staatstheater. Foto: Fritsch

Kassel. Es war ein Blitzstart, den Yoel Gamzou (24) in Kassel erlebte. Im Mai dieses Jahres sollte Marc Piollet Mahlers Neunte mit dem Staatsorchester aufführen, fiel aber kurzfristig wegen einer Erkrankung aus. Ganz eilig sprang der israelisch-amerikanische Dirigent ein - und das Konzert in der Stadthalle wurde zum Triumph.

Diese Begegnung blieb nicht ohne Konsequenzen: Generalmusikdirektor Patrik Ringborg und der Orchestervorstand bemühten sich, Gamzou weiter als Gastdirigenten zu verpflichten, und mit seiner Zusage wurde eine Vereinbarung für die kommenden drei Spielzeiten geschlossen, in denen Gamzou jeweils ein Sinfoniekonzert dirigieren wird.

Die zweite Zusammenarbeit mit dem Staatsorchester kommt allerdings nicht dem Kasseler Publikum zugute: Heute wird Gamzou das Kasseler Orchester im Aachener Dom beim Benefizkonzert „Frieden für Jerusalem“ mit der Klezmer-Legende Giora Feidman als Solist des Mozart-Klarinettenkonzertes dirigieren.

Dass der Shootingstar der Dirigentenszene, den die FAZ ein „Dirigentenwunder“ nennt, gern für weitere Konzerte nach Kassel kommt, liegt an der tollen Arbeitsatmosphäre im vergangenen Mai. „Diese Woche war eines der schönsten Erlebnisse, die ich je mit einem Orchester hatte“, schwärmt Gamzou. „Die Chemie stimmte von Anfang an.“

Das Programm für das nächste gemeinsame Konzert in Kassel am 24. Juni 2013 steht auch schon fest: Es ist Mahlers unvollendete zehnte Sinfonie in der von Gamzou rekonstruierten Fassung, die im vergangenen Jahr in Berlin uraufgeführt wurde. Eine musikalische Großtat, mit der der damals 23-Jährige weltweit für Aufsehen gesorgt hatte. Die Freude darauf, diese Zehnte in Kassel hören zu können, soll, so GMD Ringborg, über die Wartezeit hinwegtrösten, zumal weitere Konzerte folgen werden.

Von Werner Fritsch

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