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ZDF-Dreiteiler "Unterleuten": Von Liebe, Hass und Intrigen auf dem Land

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„Unterleuten“ erzählt nicht nur die Geschichte eines Dorfes, sondern auch vom Aufeinanderprallen unterschiedlicher Welten.

Trautes Landleben. Dass das Leben im Dorf nicht nur idyllisch ist, erfährt der Zuschauer bei "Unterleuten" recht schnell. Das ZDF verfilmte den Roman-Bestseller von Julia Zeh in einem Dreiteiler. 

  • In der ZDF-Serie Unterleuten leben zugereiste Städter und Alteingesessene zusammen in einem fiktiven Dorf in Brandenburg.
  • Ein geplanter Windpark spaltet das Dorf und bringt auch alte Konflikte wieder an die Oberfläche.
  • Der Bürgermeister kämpft um den Pachtzuschlag fürs Dorf, den ein Investor aus Süddeutschland ebenfalls will. 

Inmitten von unberührter Natur, Wäldern und Getreidefeldern liegt das brandenburgische 250-Seelen-Dorf Unterleuten. Doch der Schein trügt, denn die ländliche Idylle ist erfüllt von Gerede, Konflikten und Geheimnissen.

„Lassen Sie sich nichts erzählen. Von niemandem. Niemand weiß genau, was wirklich geschah“, warnt eine Stimme zu Beginn des dreiteiligen Dramas „Unterleuten – Das zerrissene Dorf“.

Unter der Regie von Matti Geschonnek wurde Juli Zehs gleichnamiger Bestseller verfilmt. Der Dreiteiler läuft Montag, 9. März, Teil 2: Mittwoch, 11. März, Teil 3: Donnerstag, 12. März ab 20.15 Uhr im ZDF.

Leben auf dem Land: Die Handlung der ZDF-Serie Unterleuten

Zu Beginn des Dramas lädt Bürgermeister Arne Seidel (Jörg Schüttauf) alle Dorfbewohner zur Bürgerversammlung ein. Dort werden sie vor vollendete Tatsachen gestellt: Bei Unterleuten soll ein Windpark entstehen.

Während sich ein Teil der Dorfbewohner entschieden gegen die Windkraftanlagen wehrt, konkurrieren die Besitzer der in Frage kommenden Landstücke um die Ausschreibung für die gewinnbringende Verpachtung.

Die unterschiedlichen Besitzverhältnisse der Konkurrenten führen vor allem im zweiten und dritten Teil zu Spannungen, da niemand allein über genügend Fläche zur Verpachtung verfügt. Zudem versucht ein Investor aus Süddeutschland (Alexander Held), sich einen Vorteil zu verschaffen.

Der Bürgermeister sieht das Dorf existenziell bedroht, falls der Pachtzuschlag nicht an den ortsansässigen Arbeitgeber geht, die Landwirtschaftsgesellschaft „Ökologica“. Im Konkurrenzkampf um die Landstücke und den daraus versprochenen Gewinn durch die Pacht kochen alte Konflikte hoch.

Auch die Windkraftgegner werden von ihrer Vergangenheit eingeholt. Freunde werden zu Feinden und Feinde werden zu Freunden. Am Ende bleibt ein gespaltenes Dorf zurück.

Das Dorfleben in der fiktiven Serie des ZDF

In Unterleuten treffen mehrere Generationen alteingesessener Dorfbewohner auf Zugezogene aus der Großstadt, Wende-Verlierer und Ostalgiker stehen Wende-Gewinnern und Kapitalisten gegenüber. Das Dorf ist klein. Nichts bleibt unbeobachtet. Niemand kann sich ohne Weiteres aus dem Weg gehen.

Figuren und Besetzung in der ZDF-Serie Unterleuten

Die viereinhalbstündige Romanverfilmung lebt von den komplex gestrickten Figuren, ihren Differenzen, die trotz des friedlich wirkenden Dorflebens allgegenwärtig erscheinen, und den unterschiedlichen Charakteren.

So scheint „Ökologica“-Chef Rudolf Gombrowski (Thomas Thieme) der mächtigste Mann im Dorf zu sein. Er wirkt grob, schlau und pragmatisch.

Demgegenüber steht seine eher stille Frau Elena (Christine Schorn), die vieles einfach hinnimmt, aber aus Eifersucht nachts das Nachbarhaus mit Steinen bewirft. Die darin lebende Katzen-Frau Hilde Kessler (Dagmar Manzel) teilt mit Gombrowski eine tiefe Freundschaft und komplizierte Vergangenheit.

Gombrowskis Erzfeind ist der Alt-Kommunist Kron (Hermann Beyer). Durch ein dunkles Geheimnis ist er mit seinem Gegner verbunden.

Auch Schaller (Charly Hübner) ist von Geheimnissen umgeben. Nachdem er jahrelang verschwunden war, taucht er plötzlich wieder in Unterleuten auf. Absolut verhasst ist Schaller bei seinen Nachbarn, dem Vogelschützer Dr. Gerhard Fließ (Ulrich Noethen) und Mutter Jule Fließ (Rosalie Thomass). Die Familie versucht, ihn mit allen Mitteln zu bekämpfen.

Die gerissene Linda Franzen (Miriam Stein) ist aus Berlin nach Unterleuten gezogen. Ihren Traum von einem eigenen Gestüt auf dem Land will sie um jeden Preis verwirklichen.

Bewertung der ZDF-Serie: Wie zeigt sich das Land-Leben?

Zunächst scheint es, als ließe die Spannung auf sich warten. Doch die Intrigen spitzen sich zu, bergen unerwartete Wendungen und münden in einem überraschenden Ende. Immer wieder stellt sich die Frage: Wer hat hier wirklich die Fäden in der Hand?

Die Sendetermine der ZDF-Serie Unterleuten

Jeweils ab 20.15 Uhr im ZDF: Teil 1: Montag, 9. März, Teil 2: Mittwoch, 11. März, Teil 3: Donnerstag, 12. März.

Von Jessica Sippel

Das ZDF entschied sich 2016 zur Verfilmung des Roman-Bestsellers "Unterleuten" von Julia Zeh. 

Das Schreiben ist für die Autorin des Bestseller-Romans "Unterleuten" etwas äußert persönliches, bei dem niemand zuschauen darf. Julia Zeh verrät, wie sie sich beim Schreiben fühlt. 

Videografik: So wird aus Wind Strom

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