Die Galerie Rasch zeigt Bilder des Kasseler Kunststudenten Sven Krolczik

Der Weg ist das Ziel

Grelles Pink, dynamische Formen: Sven Krolczik erforscht in seinen aktuellen Bildern die Wirkung von Farbe. Fotos: De Filippo

Kassel. Sven Krolczik hängt nicht sonderlich an seinen Bildern. In der Galerie Rasch, wo zurzeit aktuelle Arbeiten des Künstlers zu sehen sind, liegt ein Leinwand-Haufen auf dem Boden. Es sind Werke, die Krolczik schon während des Entstehungsprozesses oder im fertigen Zustand entsorgt hat.

„Für mich gibt es nur wenige Bilder, die die Berechtigung haben, weiter zu bestehen“, erklärt er. In seiner künstlerischen Auffassung geht es um den Schaffensprozess an sich, nicht um das Produzieren möglichst vieler Werke. So wundert es nicht, dass die Auswahl der Bilder, die in der Ausstellung zu sehen sind, eher klein ausfällt. Sie dokumentieren die Fragestellung, die Sven Krolczik zurzeit antreibt: Was rechtfertigt Malerei überhaupt noch in der heutigen Zeit?

Waren es vor einiger Zeit gesellschaftskritische Themen, mit denen sich der Künstler intensiv auseinandersetzte, sind es nun Form und Farbe. Die abstrakten Öl-Bilder - allesamt in kleinen Formaten - gleichen Experimenten, in denen Krolczik die Wirkung von Farben austestet. Er setzt grelles Pink neben dunkle, schattenhafte Flächen. Leuchtendes Gelb inmitten von Grau. Manchmal glaubt man, räumliche Strukturen zu erkennen. Durchbrüche, Licht und Schatten, eine vorbeihuschende Gestalt. Andere Bilder sind fast monochrom gehalten, lediglich kleine Farbnuancen geben der Fläche eine Dynamik.

Ausprobieren, verschiedene Wege austesten, während des Malprozesses lernen: Das bedeute das künstlerische Arbeiten für ihn, sagt Sven Krolczik. Der Betrachter seiner Bilder kann ein Stück weit an diesem Prozess der Selbstfindung teilhaben. Das ist spannend.

Bis 10. Mai in der Galerie Rasch, Frankfurter Straße 72, Mo und Do von 17 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung. Tel. 0176/61197425.

Von Pamela De Filippo

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