Swinging Christmas

Sie zünden musikalisch Kerzen an: Die Kasseler Formation Groove Juice im Schlachthof

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Swingendes Fest: Groove Juice beim traditionellen Weihnachtskonzert im Schlachthof: (von links) Michael Koch, Urban Beyer, Jürgen Grauer (Schlagzeug) und Peter Altwasser. 

Kassel. Wären die Instrumente von Groove Juice so klein wie in Liliput, einem Ort aus dem Roman „Gullivers Reisen“, würden sie sich gut als Christbaumschmuck machen.

Die Trompete, die Posaune, das Saxofon – glänzend goldfarben, der Kontrabass braun, das Schlagzeug rot.

In Originalgröße sind sie allerdings entschieden wichtiger, denn jedes Jahr kurz vor Weihnachten stimmen die Musiker – Urban Beyer (Trompete/Gesang), Michael Koch (Saxofon, Klarinette), Jens Großmann (Klavier, Akkordeon), Heiko Eulen (Bass), Jürgen Grauer (Schlagzeug), Nicole Jukic (Gesang) – darauf ihr „Swinging Christmas“ an. Es ist fast schon Tradition, dass Groove Juice das im Kulturzentrum Schlachthof tut. Dieses Mal gleich an vier Abenden hintereinander.

Alle Konzerte sind ausverkauft. Wohl auch deswegen, weil die Musiker einen Aspekt des Festes ganz besonders herausstellen: das Fröhliche an Weihnachten. Viele Stücke stammen auch diesmal wieder aus dem American Christmas Songbook und sind von Groove Juice schwungvoll arrangiert. Mit Stücken, die der legendäre Bing Crosby sang – „It’s Beginning To Look Like Christmas“ und „White Christmas“ – brennen die ersten, musikalischen Kerzen. Weitere folgen: „Maria durch ein Dornwald ging“ als Bolero, „Vom Himmel hoch“ als flotte Swing-Weise, „Christmas Dreaming“ als turbulente Spaßversion, in der Beyer als Ventil-Posaunen-Besessener für Lacher sorgt.

Der Gesang wechselt. Mal singt Beyer, mal einer seiner Bandkollegen, mal wird als Kollektiv intoniert, mal werden die Besucher dazu erfolgreich animiert. Vier Stücke singt Nicole Jukic – mit viel Wärme und toller Stimme. So zum Beispiel: „Have Yourself A Merry Little Christmas“ und „Christmastime Is Here“. Später wird sie mit „Stille Nacht“ in mehreren Sprachen für Gänsehaut sorgen.

Die Ansagen teilen sich die Musiker. Jeder kreiert dabei etwas Humorvolles. Großmann gibt die Google-Übersetzung eines spanischen Weihnachtsliedes zum Besten, Beyer die vier Phasen des Glaubens an den Weihnachtsmann: „Erst glaubst du dran, dann nicht mehr, dann bist du der Weihnachtsmann und zum Schluss siehst du aus wie er.“ Viel Applaus, Zugaben.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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