Thorsten Homberger zeigt zweiten Kurzfilm „Rewind“ im Filmladen

Verwirrt auf der Parkbank: David (Felix Kramer) hat sein Gedächtnis verloren. Foto: nh

Kassel. Ein junger Mann (gespielt von Felix Kramer) wacht auf einer Parkbank auf, seine Freundin Sarah (Inga Borchert) ist verschwunden. David, so heißt der arme Tropf, macht sich in Kassel auf die Suche.

Dabei verhält er sich zunehmend merkwürdig.

In seinem zweiten Kurzfilm „Rewind“, der am Sonntag im Filmladen Premiere feierte, widmen sich die Kasseler Filmemacher Thorsten Homberger und Daniel Schumann einem gruseligen Thema: Gedächtnisverlust, ausgelöst durch ein Trauma. David ist in einer Endlosschleife gefangen, die wie eine Hörspielkassette jeden Tag zurückgespult wird und aufs Neue beginnt.

Anders als sein preisgekrönter Debütfilm „Amok“ (2010), der die Folgen eines Schulamoklaufes thematisiert, ist „Rewind“ weniger stringent erzählt. Auch die Schnitte zwischen den Erzählebenen sind nicht ganz so elegant. Der Zuschauer ist zunächst ähnlich verloren wie David und muss sich mühsam einen Reim auf die Handlung machen. Dabei hilft es, dass der erst 23-jährige Homberger, der zugleich als Produzent und Drehbuchautor wirkt, gezielt Lichteffekte einsetzt. Wenn er Einblicke in Davids Seelenleben geben will, sind die Bilder in kalte Blautöne getaucht. Warm beleuchtete Einstellungen zeigen Davids Umfeld – und seine Freunde, die sich um den verwirrten jungen Mann sorgen.

Homberger studiert in Dortmund Film- und TV-Produktion, die Darsteller sind Studenten der Kasseler Schauspielschulen.
Der Film bei Youtube: http://zu.hna.de/rewindfilm

Von Friederike Szamborzki

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