Warum die Science-Fiction-Reihe „Star Trek“ Kult ist – Zum Start des neuen Films „Into Darkness“

Zurück in die bessere Zukunft

Müssen an Bord des Raumschiffs miteinander klarkommen: Erster Offizier Spock (Zachary Quinto, links) und Captain James T. Kirk (Chris Pine). Foto:  Paramount

Der Weltraum - unendliche Weiten. Diese klassischen Einleitungsworte jagen Millionen Filmfans Schauer über den Rücken - erinnern sie doch an eine der erfolgreichsten Fernsehserien und Kinoreihen überhaupt: „Star Trek“. In der Urfassung um Captain James T. Kirk und Erstem Offizier Spock war sie 1966 entstanden. An diesem Donnerstag kommt nun das neueste Abenteuer der Science-Fiction-Reihe in die Kinos: „Star Trek Into Darkness“ gilt als eines der wichtigsten Filmereignisse des Jahres.

? Wie wird der Kult um „Star Trek“ geschürt?

!Durch Reminiszenzen an die Ur-Serie. Regisseur J.J. Abrams sagt: „Wir verbeugen uns vor den früheren Filmen.“ Und durch Geheimniskrämerei. Abrams arbeitet mit dieser Strategie, um den Fans ein möglichst perfektes Kinoerlebnis zu bescheren. Er hat sein Team zum Stillschweigen verdonnert, Infos gab es vorab kaum. Umso größer war die Sensation, als Abrams vor einiger Zeit in der US-Talkshow bei Conan O’Brian ankündigte, er habe einen ersten Clip aus dem Film mitgebracht. Es waren exakt drei Einzelbilder, die unser Auge wie ein Blitzlicht wahrnimmt. Das enthüllte: Spock steht im Zentrum eines Vulkans. Und die Exegeten hatten Stoff zum Grübeln.

? Mittlerweile weiß man mehr. Worum geht es in „Into Darkness“?

!Der schlicht „Star Trek“ betitelte Vorgängerfilm hatte 2009 die Geschichte erzählt, wie die Crew des legendären Raumschiffes USS Enterprise sich findet, alles junge Typen, die gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Nun müssen die Besatzungsmitglieder, vor allem natürlich Kirk und Spock lernen, miteinander klarzukommen. Und sie müssen ein gefährliches Abenteuer bestehen: Hier geht es um einen intergalaktischen Terroristen. Das Gefährliche: Die Bedrohung ist nicht irgendein dreiäugiges Alien vom Nachbarplaneten, sie kommt aus den eigenen Reihen.

? Es gibt vier Serien und elf Kinofilme im „Star Trek“-Universum. Was fasziniert die Fans?

!Der Optimismus. Erfinder Gene Roddenberry ging in den 60ern von der unumstößlichen Utopie aus, dass die Gesellschaft sich zum Besseren entwickelt, Rassismus und Kriege überwindet und die Technik zum Wohle des Universums einsetzt. Das hat große Strahlkraft - bis heute.

? Woran macht sich das bemerkbar?

!An interessanten Wechselwirkungen. Der neue Film wurde unter anderem im NIF gedreht, einem US-Forschungszentrum für Kernfusion. Die Wissenschaftler, die dort arbeiten, sind zumeist durch Serienerlebnisse in ihrer Jugend zu ihrem Beruf gekommen. Jetzt kommt „Star Trek“ zu ihnen und filmt Zukunftstechnlogien live ab.

? Wie bringt Abrams den Filmstoff in die Gegenwart?

!Mit zwei Strategien. Er dreht alle spektakulären Szenen, wie die auf dem vulkanischen Dschungelplaneten Nibiru, mit IMAX-Kameras, die eine extrem hohe Auflösung haben und somit ein hautnahes Filmerlebnis ermöglichen. Die Bilder werden dann in 3D gewandelt. Erstmals ist zudem das Raumschiff am Set in Originalgröße aufgebaut worden. Noch nie war es möglich, komplett darin herumzulaufen, sich quasi ganz hineinzubegeben. Auch bei den Zuschauern soll genau dieses Gefühl entstehen. Sie werden Teil der Mission.

Von Bettina Fraschke

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