Neu im Kino: „Gianni und die Frauen“

Zweiter Frühling

Kann sein Glück kaum fassen: Gianni Di Gregorio inmitten von Traumfrauen. Foto:  dpa

Mit seiner Komödie „Das Festmahl im August“ verneigte sich der italienische Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur Gianni Di Gregorio tief vor seinen betagten Hauptdarstellerinnen, auch wenn er ihre liebenswerten Besonderheiten auf die Schippe nahm. In seinem neuen Werk „Gianni und die Frauen“ schlüpft Gianni noch einmal in seinen damaligen Charakter und nimmt diesmal sich selbst aufs Korn.

Giannis Freund Alfonso stellt die alles entscheidende Frage: „Gefallen dir keine Frauen mehr?“ Der Endfünfziger muss nachdenken. Hat man in diesem Alter überhaupt noch einen Anspruch auf Liebe, Sex und Zärtlichkeit? Alfonso meint: Ja. Er berichtet seinem Freund von seiner letzten Eskapade. Und eröffnet ihm, dass sogar der steinalte Jogginganzugträger vor seinem Haus noch hin und wieder die Frau vom Tabakladen vernascht. Gianni fühlt sich plötzlich wie der einsamste Typ Italiens.

Die weiblichen Reize der leicht geschürzten Nachbarin und der Obsthändlerin fallen ihm mehr denn je ins Auge. Ermuntert durch den Lebemann Alfonso, startet Gianni einige ungelenke Versuche, sich wieder fit zu machen und Kontakt zu Frauen aufzunehmen. Bei der hübschen Cristina, die seine Mutter pflegt, erlebt er gleich den GAU. Sie habe von ihm geträumt, sagt sie verheißungsvoll. Gianni sei ihr wie ein Großvater gewesen, fügt sie hinzu.

Gianni Di Gregorio wird mit seiner neuen Komödie so manchem Altersgenossen aus der Seele sprechen. Dass „Gianni und die Frauen“ wunderschöne römische Atmosphären einfängt, tut der Allgemeingültigkeit der liebenswerten Geschichte keinen Abbruch.

Genre: Komödie

Altersfreigabe: ab 6

Wertung: !!!!:

Von André Wesche

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