Omikron-Infektion: Diese „Notfall-Warnzeichen“ sollen Sie nicht ignorieren
Seit Anfang des Jahres ist die Omikron-Variante des Coronavirus in ganz Deutschland dominant. Auf diese „Notfall-Warnzeichen“ sollte man achten.
Kassel – Seit Anfang 2022 ist die Omikron-Variante des Corona-Virus in Deutschland dominant. Seit Mitte Juni 2022 hat die dominierende Omikron-Sublinie BA.5 andere Varianten fast vollständig verdrängt, ihr Gesamtanteil lag Anfang September bei 95 Prozent aller gemeldeter Fälle.
Die meisten Anzeichen dafür, dass sich eine betroffene Person mit dem Corona-Virus infiziert hat, sind mittlerweile umfassend bekannt: Symptome wie Husten, Fieber und den Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Doch einige Symptome bei der Omikron-Variante können sich von denen früherer Varianten unterscheiden.

Mit der Omikron-Variante infiziert? Diese Symptome sind bekannt
Die Omikron-Variante hat sich rasend schnell auf der gesamten Welt ausgebreitet. Das Gefährliche an der Variante ist, dass sie ansteckender als bisherige Mutationen ist, zudem ist die Wirksamkeit der bisherigen Corona-Impfstoffe bei Omikron abgeschwächt, wie mehrere Studien ergaben. Allerdings sorgt diese Variante des Virus für eher milde Krankheitsverläufe im Vergleich zur Delta-Variante.
Bundesbehörde in den USA: | Centers for Disease Control and Prevention (CDC) |
Stellung: | Gesundheitsbehörde |
Hauptsitz: | Druid Hills (Georgia) |
Mitarbeiter: | 21.000 |
Dennoch ist Vorsicht geboten: Die Omikron-Variante zeichnet sich auch durch andere und zum Teil auch neue Symptome aus. Fachleute des Center for Disease Control (CDC) in den USA warnen dabei auch vor möglichen Symptomen, die nicht übersehen werden sollten, wie Anzeichen auf Haut, Lippen oder Nägeln.
Corona-Variante: Mögliche Symptome von Omikron
- Halsschmerzen
- Fieber
- Muskel- und oder Gelenkschmerzen
- Kopfschmerzen
- Erschöpfung
- Müdigkeit
- Niesen
- Schnupfen
- Übelkeit
- Trockener Husten
- Druck auf der Brust
Nachtschweiß - Geruchs- und Geschmacksstörungen
- Appetitlosigkeit
- Kurze Inkubationszeit (drei anstatt sechs Tage)
- (Quelle: Centers of Disease Control and Prevention)
Generell scheint es so, dass bei einer Infektion mit der Omikron-Variante, der Mund-, Nasen- und Rachenbereich stärker betroffen sind als bei den anderen Varianten. Dagegen kommt es offenbar seltener zu Geschmacks- oder Geruchsverlust, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf ihrer Seite infektionsschutz.de berichtet.
Corona-Omikron-Variante: Diese „Notfall-Warnzeichen“ sollten auf keinen Fall ignoriert werden
Bei Atembeschwerden, einer blau oder grauen Verfärbung der Haut und der Nagelbetten oder plötzlich auftretender Verwirrtheit, warnen die Fachleute des CDC, dies zu ignorieren. Es seien besorgniserregende Symptome, die möglicherweise für eine Corona-Infektion sprechen könnten. Gefährlich seien sie auch deshalb, weil sie laut dem CDC ein Zeichen für einen niedrigen Sauerstoffgehalt im Blut sein können. Die CDC-Fachleute sprechen deshalb von „Notfall-Warnzeichen“.
Mit der Omikron-Variante infiziert? Bei diesen Symptomen sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen
- Atemprobleme
- Anhaltende Schmerzen oder Druck in der Brust
- Neue Verwirrung
- Unfähigkeit, aufzuwachen oder wach zu bleiben
- Blasse, graue oder blau gefärbte Haut, Lippen oder Nagelbetten, je nach Hautton
- (Quelle: Centers of Disease Control and Prevention)
Andere eher ungewöhnliche Omikron-Symptome könnten Rückenschmerzen, eine heisere oder kratzende Stimme, Nachtschweiß, Muskelschmerzen und eine laufende Nase sein. Starke nächtliche Schweißausbrüche konnten auch Forschende aus Südafrika und Großbritannien bei mit Omikron infizierten Patient:innen beobachten.
Corona-Omikron-Variante: Angepasste Impfstoffe sind verfügbar
Die Omikron-Variante wurde im November 2021 erstmals aus Südafrika gemeldet. Von dort aus breitete sie sich in rasendem Tempo weltweit aus. Laut Angaben des Robert Koch-Instituts hat sie eine ungewöhnlich hohe Zahl an Mutationen im sogenannten Spike-Protein, einem Baustein des Virus. Einige der Mutationen sind mit Blick auf die Übertragbarkeit relevant, die bei Omikron besonders hoch ist. Gleichzeitig gehen Experten davon aus, dass die Variante in der Regel mildere Krankheitsverläufe verursacht.
Die bisher verwendeten Impfstoffe scheinen gegen die Omikron-Variante einen weniger guten Schutz zu bieten – jedoch gibt es mittlerweile speziell angepasste Corona-Impfstoffe. (con)