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„Schlimmster Albtraum“: Flug-Passagierin stellt Video von heftige Turbulenzen ins Netz

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Von: Franziska Kaindl

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Eine Lufthansa-Maschine geriet kürzlich in heftige Turbulenzen. Videos von Bord zeigen, wie es danach im Flugzeug aussehen kann.

Beim Fliegen kann es immer wieder zu Turbulenzen kommen – manche sind nur ein sanftes Ruckeln, andere wiederum wirken auf Passagiere, als würde die Maschine in ein tiefes Luftloch stürzen. Erst kürzlich geriet der Flug LH469 auf dem Weg von Austin im US-Bundesstaat Texas nach Frankfurt am Main in eine so heftige Turbulenz. Sieben Menschen wurden dadurch verletzt, wie die Airline gegenüber dem Nachrichten-Portal Bild.de bestätigte. Videos zeigen nun das Chaos, das nach den Erschütterungen im Flugzeug herrschte.

Lufthansa-Flug: Video zeigt, wie stark Turbulenzen ausfallen können

Broschüren, Trinkbecher und Essensschalen liegen überall auf dem Boden verstreut – es wirkt, als hätten die Passagiere alles in ihrer Nähe einfach nur achtlos auf den Boden geworfen. Das sind die Bilder, die nun auf verschiedenen sozialen Medien zu sehen sind und von Passagieren des Flugs geteilt wurden. Bei einer von ihnen handelt es sich um die Ehefrau des US-Schauspielers Matthew McConaughey, das brasilianische Model Camila Alves: „Mir wurde gestern auf dem Flug gesagt, dass die Maschine fast 4.000 Fuß gefallen ist“, schreibt sie unter einem Beitrag auf Instagram, der Lebensmittel und Plastikschalen im Gang herumliegend zeigen. In anderen Berichten ist davon die Rede, dass das Flugzeug 1.000 Fuß absackte, was rund 305 Metern entspricht.

Die Passagierin Monica Raygada teilte ebenfalls ein Video auf der Plattform TikTok. Darin berichtet sie, dass die Turbulenzen gerade während einer Mahlzeit aufgetreten seien – was die zahlreichen Essensreste und Schalen auf dem Boden erklären dürfte. „Es fühlte sich eine Zeit lang so an, als befänden wir uns in der Schwerelosigkeit, weil ich alles in Zeitlupe fliegen sah.“ Offenbar dachte sie bereits an einen Absturz, da sie beschreibt, wie sie verzweifelt nach ihrem Smartphone suchte, um sich von ihrer Familie zu verabschieden.

Eine Lufthansa-Sprecherin betont allerdings gegenüber Bild.de, dass die Sicherheit der Passagiere und Besatzungsmitglieder zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen sei. Bei den Turbulenzen habe es sich um sogenannte Clear-Air-Turbulenzen gehandelt, die ohne Vorwarnung auftreten könnten. Die Crew entschied sich nach der Aufregung dazu, außerplanmäßig in Washington D.C. zu landen.

Schutz vor Turbulenzen: Am besten immer angeschnallt sein

Bei starken Turbulenzen haben Passagiere oft das Gefühl, das Flugzeug würde auseinanderbrechen – dabei müssen sie sich aber nicht fürchten: „Moderne Flugzeuge können weitaus stärkeren Kräften widerstehen, als durch Turbulenzen entstehen können“, sagt ein Sprecher des Luftfahrt-Bundesamtes (LBA) laut dem Branchenportal Reisereporter nach dem Vorfall. Bei schweren Turbulenzen kann es Passagieren aber „sehr schwerfallen, noch in der Kabine zu laufen“, wie der Pilot Torsten Adams in dem Bericht sagt. Das Wichtigste sei: „Durchgängig angeschnallt sein, dann ist man auf der sicheren Seite.“ Auch beim Flug LH469 waren die meisten Passagiere angeschnallt, wie Monica Raygada in ihrem TikTok-Video schreibt.

Anschnallzeichen im Flugzeug
Wer angeschnallt ist, ist bei Turbulenzen im Flugzeug besser geschützt. © Panthermedia/Imago

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„Schlimmster Albtraum“: TikTok-User fürchten sich vor Turbulenzen

Der Gedanke, im Flugzeug durchgeschüttelt zu werden, löst bei einigen TikTok-Nutzern Unbehagen aus: „Ich habe schon Angst, wenn leichte Turbulenzen sind, wüsste nicht, was ich machen würde, wenn es so wäre wie im Video“, schreibt eine Userin. „Hätte Todesangst“ oder „schlimmster Albtraum“ stimmen andere dazu. Manch einer versucht es aber auch mit Humor zu sehen: „Sanfter Vorgeschmack auf Frankfurt“, heißt es zum Beispiel.

Turbulenzen können in verschiedenen Schweregraden, von leicht bis schwer, auftreten. Starke Turbulenzen zählte das Luftfahrtbundesamt bei deutschen Airlines im letzten Jahr aber nur in 73 Fällen – von rund 1,67 Millionen Flügen, wie Reisereporter berichtet.

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